Getanzter „Godot“ in Hamburg: Für ein paar Sprünge Lebensfreude

In Hamburg kommt Samuel Beckets „Warten auf Godot“ auf die Ballettbühne. Die Tän­ze­r:in­nen sind allesamt aus der Ukraine geflüchtet.

Bringen Fluchterfahrung mit auf die Ballettbühne: die sechs Tän­ze­r:in­nen

Christina Gotz

Oh, diese Gedanken! Sie lassen uns selbst dann nicht los, wenn gerade nichts passiert. In Edvin Revazovs Choreografie „Waiting for Godot – In the Small Moments We live“ machen vier Tänzerinnen des Hamburger Kammerballetts im Ernst Deutsch Theater sie sichtbar: Auf der Spitze durchdringen sie den Raum mit stakkatoartigen Schritten, synchron getrippelt. Sie können aber auch unbeweglich an einem Platz verharren, fast wie festgefroren.