Zugegeben, meine Begeisterung für Fernsehshows hat in den letzten Jahrzehnten stark nachgelassen, was nicht nur an den Shows liegt. Deshalb musste ich auf die Ausstrahlung von „Die Stars der Goldenen Henne 2026“ erst hingewiesen werden. Dieser Publikums- und Medienpreis wurde 1995 von RBB und MDR gemeinsam mit der Zeitschrift Super-Illu initiiert.
Digitale Auferstehung
Der Name dieses Preises geht auf Helga Hahnemann zurück, die den einen als urgewaltige Entertainerin galt, anderen eher als Ulknudel. Ihr Spitzname: „Henne“. Die Künstlerin ist vor 35 Jahren gestorben, dies war denn auch der zurechtgelegte Anlass für dieses in mehrfacher Hinsicht fragwürdige Preis-Experiment. Keine Ahnung, was sie davon gehalten hätte, dass man Preis und Show nach ihr benannte und den Preisträgern seither ein vergoldetes Huhn in die Hand drückt. Aber ich bin mir sehr sicher: Angesichts der digitalen Sprechpuppe, die in diesem Jahr Hahnemanns Wiederauferstehung simulieren sollte, wäre ihr die Gürtelschnalle geplatzt. Nicht nur wegen der roboterhaften Mimik und Gestik.
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