ByteDance und Alibaba haben in China Funktionen aus ihrem KI-Angebot entfernt, mit denen Nutzer KI-Begleiter, fiktive Charaktere oder persönliche Assistenten mit festgelegtem Auftreten und Sprechstil erstellen konnten. Damit reagieren sie auf neue Vorschriften gegen Chatbots, die menschenähnliches Verhalten simulieren oder eine dauerhafte emotionale Bindung zu Nutzern aufbauen sollen. Die Regeln treten am 15. Juli 2026 in Kraft.

Am Freitagabend kündigte ByteDance an, in Chinas meistgenutztem KI-Chatbot Doubao eine Funktion abzuschalten, mit der Nutzer eigene KI-Figuren erstellen und anpassen können. Das berichtet die South China Morning Post. Ab Mitte Oktober sollen dazugehörige Daten zudem nicht mehr in der App einsehbar oder wiederherstellbar sein.

Am Samstag sei Alibaba mit einer ähnlichen Ankündigung für seine KI-App Qwen gefolgt: Entsprechende Funktionen würden kurzfristig deaktiviert, weitere Dienste und Funktionen am 15. Juli. Nutzer werden nach diesem Datum nicht mehr auf entsprechenden Einstellungen und frühere Unterhaltungen zugreifen können. Im Juni hat Tencent bereits eine ähnliche Funktion aus seiner KI-App für Endnutzer Yuanbao entfernt, schreibt das chinesische Medium.