Festival „Theater der Welt“ in Chemnitz: Neue Weltläufigkeit

Von der Kulturhauptstadt Europas zur Weltstadt des Theaters: Nach Dresden 1996 gastierte „Theater der Welt“ wieder in einer ostdeutschen Stadt.

Es geht um Leben oder Tod, und doch dominiert eine ansteckende Fröhlichkeit: „Nkoli: A Fierce & Fabolous Life“

Mark Lewis

Der Abschluss rief noch einmal den bürgerschaftlichen Kontext des Ganzen in Erinnerung: Als jetzt am Wochenende nach 17 Festivaltagen „Theater der Welt“ in Chemnitz zu Ende ging, tanzten 43 Chemnitzerinnen und Chemnitzer gemeinsam mit 17 japanischen Profis. Sonst treffen sie sich seit drei Jahren jeden Mittwoch im früheren Straßenbahndepot als Bewegungsgruppe „Tanzende Nachbarn“. „Shintai to Shintai“ hieß das Projekt, wörtlich zu übersetzen mit „Körper zu Körper“. Choreografiert hat das die Japanerin Yoko Ando, die schon in der Frankfurter Company von William Forsythe tanzte.