Vor 40 Jahren wurden die Engländer schon einmal Opfer des Aztekenstadions. Diesmal zieht Jordan Henderson den Fluch alleine auf sich.

Leidet stellvertretend für die ganze Nation: Jordan Henderson

Eduardo Verdugo/AP Photo

Das Aztekenstadion ist ein Ort wie kaum ein anderer. Ein Tempel. Ein Hexenkessel. Ein Schauplatz, der Geschichte schrieb. Vor 40 Jahren auch für England. WM-Viertelfinale 1986: Argentinien gegen die Three Lions. Vor 114.580 Zu­schaue­r*in­nen erzielt Kapitän Diego Maradona das 1:0. Mit der Hand. Der „Hand Gottes“, wie er später sagte. England scheidet aus, Argentinien wird Weltmeister.

Kein Wunder, dass Three-Lions-Trainer Thomas Tuchel jetzt vor dem Mythos des Stadions warnte. Er sah seine Mannschaft im Nachteil – wegen der Geschichte, wegen der Höhenlage von 2.200 Metern, wegen des Mythos. All das dürfte er seinem Team eingeschärft haben. Und die Spieler hatten es verinnerlicht. Sie kämpften unermüdlich. Selbst mehr als 30 Minuten in Unterzahl hielten sie stand. Mit einem Kraftakt rangen sie Mexiko 3:2 nieder. Der Fluch schien besiegt. Denkste.