Es sind Sätze, die man im Fußball eigentlich nie hören möchte. Jürgen Klopp sprach davon, dass der Fall Folarin Balogun „alles infrage“ stelle. Und fügte einen Satz hinzu, der weit über diese Weltmeisterschaft hinaus Bedeutung haben könnte: „Das ist unser Spiel, nicht deren Spiel.“Genau darum geht es. Sollten die Berichte stimmen, wonach US-Präsident Donald Trump Fifa-Präsident Gianni Infantino wegen der Rot-Sperre von Folarin Balogun kontaktiert und auf eine Überprüfung der Entscheidung gedrängt haben soll, wäre eine Grenze überschritten worden. Dann ginge es längst nicht mehr um einen einzelnen Spieler. Dann stünde die Glaubwürdigkeit des Weltfußballs auf dem Spiel.
Ein Präzedenzfall historischer Dimension
Noch gibt es dafür keine offizielle Bestätigung. Die Berichte stammen unter anderem von der New York Times, dem Guardian und der Nachrichtenagentur AFP. Die Fifa hat sich bislang nicht zu den mutmaßlichen Vorgängen geäußert. Genau deshalb gilt die Unschuldsvermutung. Doch ebenso gilt: Der Weltverband muss diesen Fall schnell und transparent aufklären. Denn schon der Verdacht, politische Einflussnahme könnte über den Ausgang einer Weltmeisterschaft entscheiden, richtet enormen Schaden an.










