Sonntag war Tag vier und damit der letzte Tag der Berliner Modewoche – zwar merkte man einigen des Modepublikums an, dass sie schon drei volle Tage und Nächte hinter sich hatten, doch das von Reference Studios im Kronprinzenpalais inszenierte Format „Intervention“ hauchte wohl jedem noch einmal frische Energie ein.Gründer Mumi Haiati machte seinem Ruf als Netzwerker mal wieder alle Ehre und wartete mit den wohl hochkarätig besetztesten Front-Rows auf. Wer auf der Zuschauerbank sitzt, ist inzwischen immerhin genauso wichtig, wie das, was sich auf dem Laufsteg abspielt. Darunter waren etwa Musiker wie Zartmann und Berq, Sängerin Szá Szá, die „Discounter“-Produzenten-Brüder Emil und Oscar Belton sowie Erfolgs-Hip-Hop-Produzent Stickle. Doch auch auf dem Runway ging es natürlich spannend zu: Von Streetwear mit Coming-of-Age-Film-Flair bis hin zu präziser Schneiderkunst jenseits von Geschlechtergrenzen und Garten-Flair über den Dächern Berlins lieferte die Mode ein prall gefülltes und starkes Finale.
Fruché: Mut zum Makel
Der letzte Tag der Berliner Fashion Week beginnt erfrischend mit der Show der nigerianischen Marke Fruché. Als Location dient das Kindl Zentrum für Zeitgenössische Kunst, eine ehemalige Brauerei in Neukölln. Der hohe, steril weiße Raum bildet dabei einen ruhigen Kontrast, damit die zunächst farbenfrohen Looks ihre Wirkung entfalten können.










