PfadnavigationHomePolitikDeutschlandCDU-Politiker„Das ist eine Kultur, die viele Bürger nur noch aufregt“ – Amthor kritisiert Berater-EinsatzStand: 10:36 UhrLesedauer: 2 MinutenPhilipp Amthor (CDU), parlamentarischer Staatssekretär für Digitales und Staatsmodernisierung, sieht in den Entbürokratisierungsplänen der Regierung einen Paradigmenwechsel: „Das ist ein echter Durchbruch und wird dazu führen, dass es weniger Zettelwirtschaft gibt.“Philipp Amthor geht mit dem Berater-Einsatz in den Bundesministerien hart ins Gericht – und schont dabei auch die Union nicht. Die milliardenschwere Neuverschuldung im Haushalt 2027 verteidigt der CDU-Politiker.CDU-Politiker Philipp Amthor fordert weniger Aufträge für externe Berater in Bundesministerien. Der Einsatz habe in den vergangenen Jahren „zu stark zugenommen“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung im Interview mit WELT TV. Grund sei, „dass viele Politikerinnen und Politiker nicht bereit sind, selbst Verantwortung zu übernehmen.“ Viel lieber sage man „oh, da gab es aber irgendeinen Berater, der hat mir das empfohlen.“ Das sei „eine Kultur, die viele Bürger nur noch aufregt“, sagte der Abgeordnete aus Mecklenburg-Vorpommern.Lesen Sie auchDer zu große Berater-Einsatz sei dabei Teil eines umfassenden Strukturproblems, zu dem auch „zu viele Behörden, zu wenig strukturelle Einsparung“ gehörten. Amthor sieht die Verantwortung dafür nicht nur bei der Vorgängerregierung aus SPD, Grünen und FDP, sondern „das betrifft auch meine eigene Partei“. Daher habe man auch die „Verantwortung, diesen Betonberg, der sich aufgetürmt hat, jetzt Stück für Stück abzutragen“.Im April hatten Berichte des „Spiegel“ für Aufsehen gesorgt, wonach Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) Aufgaben ihres Ministeriums an Berater auslagern wolle. Einem Bericht vom Juni zufolge beliefen sich die Kosten dafür auf 2,2 Millionen Euro.Amthor verwies im Gespräch mit WELT TV darauf, dass die Regierung sich nun „auf den Reformpfad“ begebe. Der Bund spare auch an anderen Stellen. So sollen durch Bündelungen etwa von Reisestellen oder Bibliotheken, Stelleneinsparungen von acht Prozent in der Bundesverwaltung oder die Reduktion der Zahl der Bundesbehörden „mit weniger Personal bessere Arbeit“ gemacht werden.Das Bundeskabinett will am Montag den Haushalt 2027 auf den Weg bringen. Der Regierungsentwurf sieht mehr Ausgaben und höhere Schulden vor. Vorgesehen ist 2027 eine Nettokreditaufnahme von 118,7 Milliarden Euro – nach geplanten 98 Milliarden 2026. Lesen Sie auchDazu kommen neue Schulden aus den „Sondervermögen“ für Infrastruktur und Klimaneutralität sowie für die Bundeswehr. Insgesamt soll die Neuverschuldung 2027 damit bei gut 200 Milliarden Euro liegen und auf 219,5 Milliarden Euro bis 2030 steigen. Amthor verteidigte die Schuldenaufnahme. Er könne zwar verstehen, „dass viele Bürgerinnen und Bürger und auch viele Beobachter sagen, das sind ja riesige Zahlen an Verschuldung“. Es gehe nun aber darum, „dass dieser Haushalt umgewandelt werden muss, dann am Ende in Wachstum, in Investitionen“.lfb mit dpa
Philipp Amthor kritisiert Berater-Einsatz: „Das ist eine Kultur, die viele Bürger nur noch aufregt“ - WELT
Philipp Amthor geht mit dem Berater-Einsatz in den Bundesministerien hart ins Gericht – und schont dabei auch die Union nicht. Die milliardenschwere Neuverschuldung im Haushalt 2027 verteidigt der CDU-Politiker.






