Rockstar Bruce Springsteen, 76, nennt US-Präsident Donald Trump einen Betrüger, protestiert gegen dessen Politik und setzt sich für Migranten in den USA ein. Macht ihn das – dieser Kampf gegen das Staatsoberhaupt und dessen Politik – zu einem schlechten Patrioten? Das Gegenteil ist der Fall, findet Springsteen.

»Ich glaube an kritischen Patriotismus«, sagt Springsteen nun in einem PBS-Film über ihn . »Ich glaube, das ist die Definition eines Patrioten: dass man sein Land so sehr liebt, dass man bereit ist, es ungeschminkt zu betrachten, seine Fehler anzuerkennen, es zu ermutigen, ein besserer Ort zu werden, und daran zu glauben, dass man das Land, auf das man hofft, in seinem Herzen trägt.«Springsteen war im April unter anderem bei einer »No Kings«-Großdemonstration vor Zehntausenden Menschen aufgetreten. Dort sang er seinen Protestsong »Streets of Minneapolis« , den er nach den tödlichen Schüssen auf die US-Bürger Alex Pretti und Renée Good geschrieben hatte. Pretti und Good waren am Rande von Protesten gegen Trumps Einwanderungspolitik von Einsatzkräften erschossen worden. In den USA löste das brutale Vorgehen Entsetzen und Empörung aus. In dem Song bezeichnet Springsteen die US-Einwanderungsbehörde ICE als »König Trumps Privatarmee«.