Die WM-Helden Kap Verdes um Torhüter Vozinha sind bei ihrer Rückkehr aus den USA von Tausenden begeisterten Fans am Flughafen der Hauptstadt Praia empfangen worden. Mit Fahnen und Bannern feierten die Anhänger ihre Fußball-Nationalmannschaft, deren Ankunft am Sonntagmorgen mit dem 51. Unabhängigkeitstag des Inselstaats zusammenfiel, der über 500 Jahre unter portugiesischer Herrschaft stand.„Wir haben gezeigt, dass unsere WM-Qualifikation kein Glück war. Wir haben harte Arbeit und Widerstandskraft bewiesen und die USA mit erhobenem Haupt verlassen“, sagte Cheftrainer Bubista der Presse vor Ort.Das Team, das bei seiner ersten WM-Teilnahme sensationell die K.-o.-Runde erreichte, soll am Sonntag in einer Parade durch die Straßen von Praia gefeiert werden. Anschließend ist ein Empfang mit Präsident und Regierungsmitgliedern geplant.Die knappe 2:3-Niederlage nach Verlängerung gegen den amtierenden Weltmeister Argentinien im Sechzehntelfinale von Miami hatte weltweit für Furore gesorgt. Kap Verde mit seinen nur 500.000 Einwohnern hatte dabei den haushohen Favoriten bis an den Rand einer Niederlage getrieben und sich mit seiner märchenhaften Reise in die Herzen der Fans gespielt. (sid)Florian ErbeIst das vor dem WM-Achtelfinale die Erfolgstaktik Mexikos? Mit Mariachi-Musik, Autohupen und Feuerwerk sollen Fans versucht haben, vor dem Teamhotel den nächtlichen Schlaf von Gegner England vor dem K.-o.-Duell zu stören. Laut Medien rückten reihenweise Anhänger an, wurden aber von der Polizei auf Abstand gehalten. Berichten aus England zufolge, die sich auf Sicherheitspersonal beriefen, soll das dem Team um Kapitän Harry Kane vor dem Spiel gegen Mexiko (Montag, 2.00 Uhr/MESZ, im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM und bei MagentaTV) aber keine schlaflose Nacht bereitet haben. Der Weckdienst auf mexikanische Art sorgte aber für zahlreiche Video-Clips in den sozialen Medien.Neu ist diese „Strategie“ nicht: Schon vor dem Sechzehntelfinale gegen Ecuador hatte es Lärm vor dem Hotel des Gegners gegeben. Nach einer nächtlichen Ruhestörung durch mexikanische Fans hatte Ecuadors Fußball-Verband (FEF) eine formelle Beschwerde bei den WM-Organisatoren eingereicht. Dieses Verhalten sei weit entfernt „von den Prinzipien des Fair Play, der Fairness und der Einheit, für die eine Fußball-Weltmeisterschaft stehen sollte“, hieß es in einer Mitteilung wenige Stunden vor dem K.-o.-Spiel im Aztekenstadion. Mit 2:0 gewannen die Mexikaner die Partie. Folglich befürchteten auch die Engländer schon im Vorfeld, es könne ihnen in der Nacht vor dem Spiel wie Ecuador ergehen. Die Polizei musste damals wie diesmal einschreiten, um die nächtliche Ruhestörung durch dröhnende Motoren, Hupen und Lautsprecher so gut wie möglich zu unterbinden. Einige Fans wichen für ihr musikalisches und tatsächliches Feuerwerk auf eine nahe gelegene Brücke aus.„England steht vor dem WM-Duell gegen Mexiko möglicherweise eine höllische Nacht bevor“, schrieb bereits die britische Boulevardzeitung „Mirror“. Der Verband versuchte, das Hotel geheim zu halten. Da die Unterkünfte aber vom Weltverband FIFA vorgegeben sind, war dieser Plan zum Scheitern verurteilt. (dpa)Florian ErbeWenn Brasiliens Casemiro heute beim WM-Achtelfinale gegen Norwegen (22.00 Uhr, im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM und bei MagentaTV) den Platz betritt, dann einmal mehr mit einem Schreibfehler auf dem Trikot. Casemiro spielt seit Jahren unter einer falsch geschriebenen Version seines Vornamens. Eigentlich heißt der 34 Jahre alte Mittelfeldspieler nämlich Casimiro. Auf seinem Trikot steht jedoch seit Beginn seiner Karriere „Casemiro“ – ausgelöst durch einen Fehler seines damaligen Klubs FC São Paulo. „Ich werde für alle immer Casemiro sein. Das ist alles São Paulos Schuld. Sie haben aus Versehen meinen Namen auf dem Trikot mit „e“ geschrieben“, sagte der Nationalspieler schon vor einiger Zeit in einem Interview der italienischen Zeitung „La Repubblica“. Mit Real Madrid gewann er unter anderem fünfmal die Champions League.Den Schreibfehler habe er später aus Aberglauben nicht mehr korrigieren lassen. „Es war ein einmaliger Fehler und jetzt trage ich ihn für immer mit mir“, sagte Casemiro. „Ich habe dem Klub gesagt: Ihr braucht den Namen nicht ändern.“ Bis Ende Juni stand er bei Manchester United unter Vertrag, inzwischen ist er vereinslos. (dpa)Florian ErbeAutor Tim Rieke gibt einen Einblick in die Arbeit von Thomas Tuchel bei der englischen Nationalmannschaft und wie er dabei die Taktik verändert hat: Wie ist die Leistung des Schiedsrichters beim Spiel zwischen Paraguay und Frankreich zu bewerten? Und wie steht es um eine grundsätzliche Linie der Unparteiischen bei der WM? Celine Chorus hat dazu diese Meinung: Ein neuer Bundestrainer wird gesucht, doch mit welchem Spielerpersonal geht der in die Planungen für die kommenden Länderspiele und die Fußball-EM 2028? Tobias Rabe gibt einen Überblick: Drastische Worte von zahlreichen Experten: Paraguay verabschiedet sich für viele unrühmlich von der WM-Bühne: Wer spielt heute gegen wen? Und wo werden die WM-Spiele übertragen? Alles Wichtige im Überblick: Die US-Botschaft in Mexiko-Stadt hat ihre Staatsbürger vor dem WM-Achtelfinale zwischen Mexiko und England zu besonderer Vorsicht aufgerufen. Die Partie wird in der Nacht auf Montag um 2.00 Uhr angepfiffen.In der Hauptstadt und landesweit werden an Fan-Festen, in Stadien und an öffentlichen Übertragungsorten den Angaben zufolge große Menschenmengen erwartet. Die US-Botschaft warnte, dass es bei jüngsten Public-Viewing-Veranstaltungen wegen Überfüllung zu Verletzten und Todesfällen gekommen sei.Die Botschaft warnte zudem vor möglichen Demonstrationen. US-Bürger wurden in der Mitteilung dazu aufgefordert, diese zu meiden. Nach mexikanischem Recht dürfen ausländische Staatsbürger nicht an politischen Demonstrationen teilnehmen. Verstöße könnten zu Festnahmen oder Abschiebungen führen. (dpa)Fußball-Manager Christian Heidel sieht seinen früheren Weggefährten und langjährigen Freund Jürgen Klopp „wie geschaffen“ für das Amt des Bundestrainers. „Jürgen Klopps größte Stärke ist doch, dass er mit Menschen umgehen kann. Er ist ein Menschenfänger“, sagte der Sportvorstand des FSV Mainz 05 am Rande eines Testspiels des Bundesligisten mehreren Medien.„Bei der Nationalmannschaft kommt es in erster Linie auf zwei Dinge an: Du musst die richtigen Spieler auswählen. Und du musst diese Spieler und in der Außenkommunikation die Menschen einfach mitreißen können. Wenn das einer kann, ist das Jürgen Klopp“, sagte Heidel weiter. Der 63-Jährige gilt als der Entdecker des Fußball-Lehrers Klopp, der von 2001 bis 2008 die Rheinhessen trainierte, ehe er seine steile Karriere bei Borussia Dortmund und beim FC Liverpool fortsetzte. Heidel und er gelten seitdem als enge Vertraute. „Und das sage ich jetzt mal außerhalb dieser Freundschaft, dass er ganz sicher die beste Wahl wäre, die überhaupt machbar ist“, sagte Heidel. (dpa)Der Schweizerische Fußballverband sieht sich vermehrt mit Hasskommentaren in den sozialen Medien gegen das Nationalteam während der WM konfrontiert. „Leider können wir inzwischen abschätzen, wann die Gefahr einer Häufung solcher niederträchtigen Kommentare steigt“, sagte ein Medienverantwortlicher der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. „In diesem Fall werden die Kommentarspalten auf unseren Kanälen oft bereits proaktiv gesperrt.“Vor allem nach dem enttäuschenden Auftakt beim 1:1 gegen Qatar habe es so viele diskriminierende Nachrichten gegeben, dass die Kommentarfunktion auf den Social-Media-Kanälen deaktiviert worden sei. „Auch, weil es bei einigen der Kommentare um die Hautfarbe oder Herkunft der Spieler ging."Sobald Kommentare den Straftatbestand der sogenannten Rassismusstrafnorm erfüllen, werden sie vom Schweizerischen Fußballverband an die zuständigen Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet. Die Schweiz ist bei der WM nach wie vor noch im Turnier und trifft im Achtelfinale am Dienstag (22.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM, in der ARD und MagentaTV) im kanadischen Vancouver auf Geheimfavorit Kolumbien. (dpa)Thomas Tuchel rechnet im Achtelfinal-Knaller der englischen Nationalmannschaft im legendären Aztekenstadion mit einem rasanten Beginn der Mexikaner. „Die ersten 15, 20 Minuten werden die härtesten für uns“, sagte der deutsche Coach der Three Lions knapp 24 Stunden vor dem Anstoß in der mexikanischen Hauptstadt (Montag, 02.00 Uhr MESZ im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM und bei Magenta TV).Der WM-Mitgastgeber ist in dem Stadion seit rund 13 Jahren ungeschlagen. In dem über 2200 Meter hoch gelegenen WM-Stadion hat Mexiko auch noch nie ein Weltmeisterschaftsspiel verloren - und es ist bereits die dritte WM nach 1970 und 1986, bei der in der Arena im Süden der Stadt gespielt wird. „Sie werden uns ihre Intensität schmecken lassen. Wir müssen die besten Leistungen aus den bisherigen Spielen (dieser WM) zusammenbringen, um Mexiko zu schlagen“, betonte Tuchel.Um nicht direkt vor der Partie eine böse Überraschung wegen der Höhe zu erleben, reiste er mit seiner Mannschaft zwei Tage vor der Partie an. Er selbst habe im Hotel leichte Kopfschmerzen gehabt und schlechter geschlafen, berichtete Tuchel. Die Spieler hätten es am Anfang des Trainings am Freitag (Ortszeit) auch gemerkt, sagte Tuchel, der ansonsten von der Atmosphäre in Mexiko-Stadt schwärmte. „Es packt dich direkt, diese Begeisterung für die WM“, sagte er: „Du spürst die Energie in dem Land." (dpa)Mit fünf Toren gehört Norwegens Erling Haaland zu den gefährlichsten Angreifern der Fußball-WM, doch Brasiliens Abwehrspieler sind vor dem Achtelfinale an diesem Sonntag (22.00 Uhr MESZ im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM und bei MagentaTV) auf die Wucht des Ausnahmestürmers vorbereitet. „Jeder weiß, wie er spielt“, sagte Trainer Carlo Ancelotti, „ich muss meinen Verteidigern nicht erklären, wie sie gegen ihn vorgehen sollen.“Er glaube nicht, „dass es so etwas wie einen Anti-Haaland-Plan gibt“, sagte Ancelotti deshalb in vollem Vertrauen auf seine Defensive. Mittelfeldspieler Bruno Guimaraes indes warnte vor dem einstigen Dortmunder: „Wir müssen verhindern, dass der Ball zu ihm gelangt“, sagte er. „Wir müssen zwar angreifen, aber wir müssen sicherstellen, dass jemand an ihm dranbleibt, denn mit einem einzigen Ball kann er das Spiel entscheiden.“ (sid)Schiedsrichter Ilgiz Tantashev hat für seine Leistung im WM-Spiel zwischen Frankreich und Paraguay und einem nicht geahndeten Schlag gegen Stürmer Kylian Mbappé heftige Kritik einstecken müssen. „Der Schiedsrichter hat viel, viel zu lange alles schleifen lassen. In Sachen Gelbe Karten und Rote Karten war der Schiri in diesem Spiel überfordert. Das war die schlechteste Leistung bei dieser WM“, kritisierte Schiedsrichterexperte Patrick Ittrich bei MagentaTV.Das 1:0 der Équipe Tricolore im Achtelfinale bot nur wenige Torchancen, dafür aber zahlreiche harte und teils unfaire Zweikämpfe. Vor allem die Südamerikaner fielen immer wieder durch Provokationen auf.Für den größten Aufreger sorgte eine Szene in der 39. Minute: Paraguays Matías Galarza schlug Mbappé an die Schulter. „Es ist ein astreiner Schlag. Er hat nichts anderes vor, als den Spieler zu schlagen“, kritisierte Ittrich und war dem Unparteiischen „Kontrollverlust“ vor. Ittrich vermutete, dass der Kontakt aus Sicht des Video-Assistenten möglicherweise nicht intensiv genug gewesen sei. „Er touchiert ihn nur. Regeltechnisch ist das egal. Auch eine versuchte Tätlichkeit ist eine Tätlichkeit“, stellte Ittrich klar.Das gesamte Spiel über war Tantashev seiner großzügigen Linie treu geblieben. Nach einem Nachtreten gegen das Schienbein oder einem Ellenbogencheck gegen Dayot Upamecano in die Magengrube ließ der Schiedsrichter abermals weiterspielen. Beide Aktionen waren zumindest gelbwürdig, wenn nicht sogar genug für eine Rote Karte.„Wir haben drei Gelbe Karten bekommen und die anderen haben endlos gefoult. Jede Mannschaft spielt so, wie sie es für richtig hält, wobei ich auf einige Beleidigungen der Gegenseite hätte verzichten können“, monierte Frankreichs Trainer Didier Deschamps nach dem Spiel. Auch sein Schützling Rayan Cherki echauffierte sich: „Wie viele Fouls gab es, 30, 40? Wie viele Gelbe Karten gab es? Dazu habe ich nichts mehr zu sagen.“ Selbst das klare Foul an Désiré Doué im Strafraum wertete Tantashev erst nach Eingriff des VAR als Elfmeter. (dpa) Ismael Saibari humpelte nach dem Schlusspfiff aufs Feld, der Neu-Münchner wollte die Feier seiner Marokkaner zum Viertelfinaleinzug nicht verpassen, trotz seiner frühen verletzungsbedingten Auswechslung. Der künftige FC-Bayern-Profi hatte das 3:0 (0:0) gegen Ko-Gastgeber Kanada ab der 22. Minute im Jogginganzug auf der Bank verfolgt, weil er mit einer Oberschenkelblessur vom Platz musste.Auch ohne seinen Torjäger beendete der Afrika-Cup-Sieger die WM-Reise der Kanadier. Im hitzigen und über weite Strecken zähen Achtelfinale von Houston tat sich Marokko lange Zeit sehr schwer, schoss am Ende aber dank der Treffer von Azzedine Ounahi (50./82.) und Soufiane Rahimi (90.+8) doch noch einen klaren Sieg heraus. (sid) Mehr ladenTickarooLive Blog Software