Im Bremer Verfassungsschutzbericht hat sich das Kapitel über die Interventionistische Linke verdoppelt. An eine V-Mann-Affäre möchte sich niemand erinnern.
Becher „Vom Verfassungsschutz empfohlen – The Golden Shop“ im Angebot: Angeblich extremistischer Buchladen trägt es mit Fassung
Eckhard Stengel/imago
V-Mann-Affäre? In Bremen? War da was? Nein, diese drei Monate von Januar bis April, in der Medien, allen voran das TV-Magazin „Buten un Binnen“ von Radio Bremen sowie der Weser-Kurier zeitweise täglich über die angeblich von Linksextremist:innen unterwanderte rot-rot-grüne Koalition berichteten und die Opposition versuchte, deren Zerfall herbeizuführen: Sie scheinen bereits Ende Juni vergessen.
Diesen Eindruck musste gewinnen, wer vor einer Woche die Pressekonferenz zur Vorstellung des aktuellen Verfassungsschutzberichts besuchte. Normalerweise stellen bei solchen Gelegenheiten Journalist:innen Nachfragen, aber die überwältigende Mehrheit des guten Dutzends der anwesenden Reporter:innen hatte dieses Mal keine. Gar keine. Von der Deutschen Presseagentur kam eine Verständnisfrage, die taz ergriff dreimal das Wort. Auch in der Berichterstattung über die Pressekonferenz fehlte die V-Mann-Affäre.






