Am Ende, sagt die Frau, sei das Datum der entscheidende Anstoß gewesen, der sie an diesem Erfurter Sommermorgen auf die Straße geführt habe: der 4. Juli. Genau vor einhundert Jahren, am 4. Juli 1926, fand ein Parteitag der NSDAP in Weimar statt, nur eine Zugviertelstunde von hier entfernt. Dass die AfD nun ihren Bundesparteitag ausgerechnet auf diesen Tag gelegt habe und eben nach Thüringen, das auch noch das Bundesland von Björn Höcke ist, des führenden Rechtsextremisten der AfD: „Da bin ich jetzt noch fassungslos“, sagt die Frau, eine Grundschullehrerin, die ihren Namen lieber nicht preisgeben will.
Proteste gegen Parteitag: Wie man AfDler in tiefster Nacht aus dem Bett zwingt
Mindestens 30 000 Menschen versuchen, den Zugang zum AfD-Parteitag zu blockieren. Das gelingt nicht, doch der Protest prägt die Stadt an diesem Tag sichtbar.











