Stand: 04.07.2026 18:22 Uhr

In Garbsen (Region Hannover) haben Menschen am Samstag der Opfer der Gewalttat in Stade gedacht. Sechs Menschen waren dort am Montag erschossen worden. Drei der Toten arbeiteten beim Jugendamt der Region Hannover.

Die Stadt Garbsen und die Region Hannover hatten gemeinsam zu der interreligiösen Andacht eingeladen. Mehrere Religionsgemeinschaften waren beteiligt. Zwei der Getöteten waren nach Angaben von Bürgermeister Claudio Provenzano (SPD) in der Jugendhilfe in Garbsen tätig. Der mutmaßliche Täter, ein 45-jähriger Mann, kommt ebenfalls aus Garbsen. Die Teilnehmenden konnten sich in ein Kondolenzbuch eintragen und eine Kerze anzünden.

Lies: Gewaltsame Tat kaum zu begreifen

Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) hielt bei der Gedenkfeier eine Rede. Dass die Menschen so plötzlich und gewaltsam aus dem Leben gerissen wurden, sei unerträglich und kaum zu begreifen: "Mitten am Tag in einer Jugendhilfeeinrichtung", sagte Lies. "Diese Frauen und Männer, um die wir heute trauern, haben in einem Bereich gearbeitet, der für unser gesellschaftliches Zusammenleben unverzichtbar ist. Sie haben hingesehen und waren da, wo andere Hilfe suchen."