Die »Scarlet Lady« muss ihre Route ändern. Türkische Behörden haben dem Schiff die Einfahrt untersagt. Die knapp 2000 Touristen an Bord entsprechen nicht den »moralischen Standards« der Führung.
04.07.2026, 20.43 Uhr
Kreuzfahrtschiff »Scarlet Lady«: Türkischen Behörden nicht straight genug
Der Vorgang dürfte bislang einmalig sein. Türkische Behörden haben einem amerikanischen Kreuzfahrtschiff mit knapp 2000 Passagieren die Einfahrt in ihre Häfen verweigert. Rich Campbell, CEO des Reiseunternehmens Atlantis Events, das die Tour veranstaltet, sagte »USA Today«, seine Firma sei von türkischen Behörden darüber informiert worden, dass die Pläne, in zwei türkischen Häfen anzulegen, storniert werden müssen . Als Begründung wurden »moralische Standards« und »familiäre Werte« angegeben , berichtet CNN .
Atlantis Events ist auf Kreuzfahrten mit LGBTQ+-Publikum spezialisiert. Das Unternehmen chartert komplette Kreuzfahrtschiffe, plant deren Reiserouten sowie das flankierende Programm. Im aktuellen Fall handelt es sich bei dem Schiff um die »Scarlet Lady« von Virgin Voyages, einem der vielen Unternehmen des britischen Milliardärs Richard Branson.Der ursprüngliche Plan hatte vorgesehen, dass das Schiff am 7. Juli in der Hafenstadt Kuşadası anlegt und im Anschluss für zwei Tage in Istanbul bleibt. Wie das Unternehmen auf seiner Website mitteilt , ist die Route aufgrund der Anordnung der Türkei bereits geändert worden. Als Ersatz werden nun Alexandria und Heraklion angesteuert.










