Einem Bericht der BBC zufolge hat Instagram in Indien Anzeigen ausgespielt, die für sexuellen Kindesmissbrauch und anderes pornografisches Material geworben haben. Die Werbeclips, in denen Begriffe wie »Vergewaltigungsvideo« und »Kindervideo« verwendet worden sein sollen, haben Nutzer demnach in die Messenger-App Telegram verlinkt. Dort habe man die beworbenen Videos zu Preisen ab weniger als einem Euro kaufen können.

Eine der von ihnen gefundenen Anzeigen meldeten die BBC-Reporterinnen und -Reporter an Instagram. Vermutlich nutzten sie dazu die Funktion »Werbeanzeige melden«. Binnen 24 Stunden habe das zum Meta-Konzern gehörende Netzwerk geantwortet, die monierte Anzeige würde nicht gegen die Gemeinschaftsrichtlinien von Instagram verstoßen.Diese Haltung änderte sich offenbar, als die BBC eine offizielle Anfrage an Meta stellte und um eine Stellungnahme bat. In dieser hieß es dann, man habe mehrere entsprechende Anzeigen sowie die damit zusammenhängenden Accounts abgeschaltet.

Die KI prüftDie unterschiedlichen Reaktionen auf die BBC-Hinweise dürften auf Metas Systeme zur Überprüfung von Inhalten zurückzuführen sein. Laut Meta werden Anzeigen von automatisierten Systemen geprüft, bevor sie live geschaltet werden. Dabei setzt das Unternehmen zunehmend auf künstliche Intelligenz (KI). Menschen sind bei diesem Verfahren laut Meta nur noch »für Instandhaltung sowie Training dieser Systeme verantwortlich und prüfen manche Anzeigen auch manuell.«