250 Jahre nach der Gründung der Vereinigten Staaten lohnt sich auch ein Blick auf die vielen Spuren, die Amerika in Berlin hinterlassen hat. Manche sind offensichtlich, andere verstecken sich im Alltag: in Straßennamen und Bibliotheken, auf Basketballplätzen, in Kaufhäusern, Cafés oder sogar auf den Köpfen der Berliner.Unser Amerika-in-Berlin-ABC erzählt von Kaltem Krieg und Popkultur, von großen politischen Gesten und kleinen persönlichen Erinnerungen. Sie zeigen, wie eng die Geschichte dieser Stadt mit den USA verwoben ist – und wie sehr amerikanische Ideen, Produkte und Persönlichkeiten Berlin bis heute prägen.

Amerika-Haus. Es ist ein Stein gewordenes Echo auf den Kalten Krieg. 1957 eröffnet, wollte das Amerika-Haus im West-Berlin der Teilung eher mit Anziehung denn mit Macht arbeiten. Ausstellungen, Filmreihen, Jazzabende und Lesungen sollten ein Bild der USA vermitteln, das auf Freiheit, Modernität und kultureller Offenheit fußte. 1968 wurde vor seinen Türen allerdings auch heftig gegen den Vietnamkrieg demonstriert. 2006 übergaben es die Amerikaner der Stadt Berlin. Seit 2013 zeigt das private Ausstellungshaus C/O Berlin dort fotografische Kunst – und verleiht dem Amerika-Haus damit nach wie vor große internationale Sogkraft. Judka Strittmatter