PfadnavigationHomePanoramaInvasive ArtZahl der getöteten Nutrias steigt erneut drastisch anStand: 14:44 UhrLesedauer: 2 MinutenEin Nutria (Myocastor coypus) in BrandenburgQuelle: Patrick Pleul/dpaDie invasiven Sumpfbiber vermehren sich in Deutschland unaufhaltsam. Jetzt präsentieren die Jäger neue Zahlen. Im Vergleich zu 2006 ist die Zahl der Abschüsse um 1700 Prozent gestiegen.Jägerinnen und Jäger erlegen in Deutschland immer mehr Nutrias. Im Jagdjahr 2024/2025 seien es 131.157 Tiere gewesen – rund 14.500 mehr als in der vorherigen Saison, teilte der Deutsche Jagdverband auf dem Bundesjägertag in Suhl mit. Im Vergleich zu den Zahlen vor 20 Jahren betrage der Anstieg der getöteten Nutrias rund 1700 Prozent. Die Art gelte als invasiv, daher sei Deutschland verpflichtet, den Bestand einzudämmen. Die ursprünglich aus Südamerika stammenden Nutrias (Myocastor coypus) vernichten Schilfgürtel und setzen damit zahlreichen Vogel-, Fisch- und Amphibienarten zu. Außerdem unterhöhlen die Tiere Deichanlagen und gefährdeten so den Hochwasserschutz. Sie werden auch Biberratte, Sumpfbiber oder Schweifbiber genannt.Lesen Sie auchDie meisten Tiere seien im vergangenen Jahr mit rund 54.000 in Niedersachsen erlegt worden, gefolgt von mehr als 41.000 Nutrias in Nordrhein-Westfalen. Im Norddeutschen Tiefland entlang von Rhein, Weser, Ems oder Elbe fänden die Tiere ideale Lebensgrundlagen – und entwickeln sich zugleich zu einer Gefahr für die Deiche. Durch gegrabene Gänge und Höhlen werden sie instabil.2023 waren bereits in 44 Prozent aller Jagdreviere Nutrias zu finden. Zwei bis drei Würfe im Jahr sind möglich.Die Tiere kamen im 19. Jahrhundert nach Deutschland, weil die Pelze beliebt waren. In der DDR gab es große Zuchtfarmen. Nach 1990 wurden diese aufgegeben, die Tiere kamen frei und zogen entlang der Elbe nach Nordwesten bis Hamburg. Das Fleisch wird oft als „Wasserkaninchen“ angeboten, ein kulinarischer Renner scheint es bisher nicht zu werden.dpa/krei
Invasive Art: Zahl der getöteten Nutrias steigt erneut drastisch an - WELT
Die invasiven Sumpfbiber vermehren sich in Deutschland unaufhaltsam. Jetzt präsentieren die Jäger neue Zahlen. Im Vergleich zu 2006 ist die Zahl der Abschüsse um 1700 Prozent gestiegen.










