Köln/Münster (dpa/lnw) - Wegen niedriger Pegelstände hat die Bezirksregierung Münster die Wasserentnahme aus der Ems seit Samstag verboten. Demnach ist etwa das Abpumpen von Wasser nicht mehr erlaubt - mit dem Ziel, Tiere und Pflanzen zu schützen. Eine entsprechende Verfügung gelte für die Gebiete der Kreise Steinfurt, Warendorf und der Stadt Münster.Ab Montag sind auch Flüsse im Rheinland betroffen: Ein Verbot gilt dann für Sieg, Agger, Rur und Erft im Regierungsbezirk Köln sowie für die Wupper in den Regierungsbezirken Köln und Düsseldorf.Zu wenig Regen in den vergangenen WochenGrund seien die geringen Niederschlagsmengen in den vergangenen Wochen, erklärte die Bezirksregierung Köln. Demnach liegen die Wasserstände derzeit auf einem Niveau, das sonst erst im Spätsommer erreicht wird. Das Verbot gilt vorerst bis zum 30. September.Das Verbot der Bezirksregierung Münster wiederum gilt zunächst bis Ende Oktober. Man rechnet damit, dass die Ems ab Oktober wieder ausreichend Wasser führen wird. Bis dahin soll fortlaufend geprüft werden, ob eine Aufhebung oder Änderung der Verfügung möglich sei.In allen Fällen sind das Schöpfen von Wasser mit Handgefäßen und das Tränken von Vieh weiterhin erlaubt. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 50.000 Euro.© dpa-infocom, dpa:260704-930-332677/1