Während auf den Feldern Sachsen-Anhalts die Mähdrescher ihre Bahnen ziehen, fällt die Bilanz zur diesjährigen Ernte bislang eher gemischt aus. Nach Monaten mit regional sehr unterschiedlichen Niederschlägen und einer erneuten Hitzewelle mit mehr als 41 Grad zum Start des Sommers zeigt sich: Von einer einheitlichen Ernte kann keine Rede sein.

Je nachdem, wo man die Tage durch Sachsen-Anhalt fährt, zeigt sich ein anderes Bild. Während einige Betriebe von vergleichsweise stabilen Beständen berichten können, haben Trockenheit und hohe Temperaturen andernorts deutliche Spuren hinterlassen. Nicht nur für Bewohner von Dachgeschosswohnungen sind die hohen Temperaturen eine Herausforderung. Besonders in den südlichen und östlichen Regionen Sachsen-Anhalts litten die Felder unter Wassermangel. Die Folge sind teils geringere Erträge und Unterschiede bei der Qualität des Ernteguts.

Regionale Unterschiede prägen die Ernte

Dabei spielt die Landwirtschaft für Sachsen-Anhalt eine zentrale Rolle. Mit knapp 500.000 Hektar Getreidefläche zählt das Bundesland zu den bedeutenden Ackerbauregionen Deutschlands. Winterweizen bleibt dabei die wichtigste Kultur und wächst in diesem Jahr auf rund 308.000 Hektar. Auch der strahlend-gelbe Winterraps mit seinem intensiven Geruch nimmt mit mehr als 126.000 Hektar einen großen Anteil der landwirtschaftlichen Flächen ein.