Taylor Swift und Travis Kelce haben geheiratet: Nun sind sie Mr. und Mrs. Americana«JusT&T Married»: Taylor Swift hat heute Nacht ihre Hochzeit mit Travis Kelce gefeiert – und setzte in Sachen «gut abgeschirmt» neue Massstäbe.Silke Wichert04.07.2026, 08.21 Uhr4 LeseminutenFans von Taylor Swift fotografieren sich vor dem Madison Square Garden in New York. LAURA BRETT / EPAEines der wenigen Details, das von dieser Sause immerhin als ziemlich gesichert gelten darf, ist ihr Ende: Um vier Uhr nachts – also zehn Uhr mitteleuropäischer Zeit an diesem Samstagmorgen – wird die Party offiziell vorbei sein. Die Türen des Madison Square Gardens waren schliesslich am Freitagnachmittag schon um 15 Uhr 30 für den Cocktailempfang geöffnet worden. Nach zwölfeinhalb Stunden kann man es dann offensichtlich selbst mit der Hochzeit des Jahrzehnts mal gut sein lassen.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Fensterlos und klimatisiertDas Pop-Phänomen Taylor Swift hat ihre «Love Story» mit dem Footballstar Travis Kelce also tatsächlich im Madison Square Garden in New York gefeiert, und wer so eine riesige Mehrzweckhalle im Vorfeld als einigermassen unspektakulär oder unromantisch abtat, hatte hier gar nichts verstanden. Schliesslich ist der «MSG» die perfekte Verbindung von Entertainment (Braut) und Sport (Bräutigam), ausserdem ein fensterloser Kasten, der gut gesichert werden kann und es den Paparazzi geradezu unmöglich machte, ein Bild des Paares zu erhaschen.Abgesehen davon herrschten in New York am Freitagnachmittag Temperaturen von 37 Grad. Da schmilzt in jeder Outdoor Location selbst die bestgekühlte zehnstöckige Torte irgendwann dahin, Männer – gerade Sportler – fangen im Smoking gnadenlos an zu schwitzen. Auf die Hochzeit angesprochen, scherzte der New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani Tage zuvor: «Meine Empfehlung an alle New Yorker lautet: Bleibt drinnen und bleibt cool. Und wenn ihr zufällig im Madison Square Garden heiratet, bleibt ihr ohnehin drinnen und bleibt cool.»Ausserdem hat dieser «Garten» aussen riesige Leinwände. Über diese flimmerte um 19 Uhr 30 Ortszeit ein vielsagendes «JUST&T MARRIED» an alle wartenden Swifties draussen vor den verriegelten Türen und in die Welt. Würde dort etwa gleich auch die Live-Übertragung der Zeremonie oder der Musikeinlagen von Grössen wie Stevie Nicks oder Ed Sheeran starten? Natürlich nicht. Swift und Kelce setzten in Sachen «gut abgeschirmt» neue Massstäbe.Die unendliche GästelisteImmerhin ein Blick auf einige der prominenten Gäste liess sich erhaschen, wenn sie nicht mit schwarzen Limousinen hinter schwarzen Vorhängen vorfuhren, sondern die letzten Meter zu Fuss kamen, mal kurz das Fenster runter kurbelten oder sich beim Verlassen des Hotels fotografieren liessen. Swift hatte in einer Talkshow bereits im vergangenen Jahr angekündigt, dass sie sehr viele Leute einladen würde. «Hochzeiten sind eigentlich nur stressig, wenn man sie klein halten muss», sagte die 36-Jährige damals. Weil man dann abwägen müsse, wer wirklich zur «Bubble» gehöre. Das Problem werde sie nicht haben.Zur Bubble gehören also unter anderem: Dakota Johnson, Hugh Grant, Selena Gomez, Gigi Hadid, Bradley Cooper, Julianne Moore, der Musik-Produzent Jack Antonoff, Steven Spielberg sowie zahlreiche von Kelces Teamkollegen von den Kansas City Chiefs. Nicht dazu gehören offensichtlich Swifts ehemalige Busenfreundin Blake Lively und deren Mann Ryan Reynolds.Jedes Detail wird berichtet und analysiertÜber die Vorbereitung war im Vorfeld so aufwendig und breit berichtet worden wie wahrscheinlich zuletzt bei der Mondlandung 1969. Besser gesagt: Es war versucht worden, etwas zu berichten. Angeblich werde ein weisses Schloss in die Halle gebaut. Angeblich gab es beim Probedinner am Donnerstag mit 100 Leuten geschwärztes Hühnchen, Lobster, Pommes Frites und Gemüse, weil zumindest Fotos von Boxen mit dieser Aufschrift zirkulierten. Die «New York Times» hatte ein eigenes Investigativ-Team einberufen, «Page Six» zitierte einen «Spion», der berichtete, die Gäste hätten am Donnerstag «gegessen, getrunken und auf einem pinkfarbenen Teppich gestanden.» Jede Banalität wurde sofort zur Eilmeldung.Die wichtigsten Details veröffentlichte das Paar dann im Laufe der Nacht in einem offiziellen Statement doch noch selbst: Beide trugen massgeschneiderte Couture-Kreationen von Dior-Designer Jonathan Anderson. Swifts Bruder Austin fungierte als «Man of Honor» der Braut, während Kelces Bruder den Job seines Trauzeugen übernahm. «Die Zeremonie vereinte beide Familien und wurde von ihrem Freund Adam Sandler geleitet», hiess es. Das wiederum hätte man zu gern auf Grossleinwand miterlebt.Offizielle Fotos des Paares dürfte es frühestens im Laufe des Tages geben. Das ist nichts Ungewöhnliches. Die Sängerin Dua Lipa und der Schauspieler Callum Turner, die kürzlich auf Sizilien heirateten, veröffentlichten ihre Hochglanzbilder erst Tage später. Aber sowohl hier wie auch bei Jeff Bezos und Lauren Sánchez, die im vergangenen Jahr in Venedig heirateten, gab es vorab zwangsläufig Schnappschüsse, weil die Hochzeitsgesellschaft über den Canale Grand schipperte oder auf Dorfplätzen feierte.«T&T» dagegen entschieden sich, in den USA zu bleiben – ausgerechnet am Wochenende des 250. amerikanischen Unabhängigkeitstags. Ob das wirklich eine Spitze gegen Trump und eine Ablenkung von seinen megalomanisch geschmacklosen Feierlichkeiten sein sollte, wie manche vermuten? Immerhin ist es bezeichnend für ein Pop-Idol, deren Netflix-Doku «Miss Americana» hiess und einen dreimaligen Super Bowl-Gewinner, der in den Vereinigten Staaten wie ein Volksheld gefeiert wird. Jetzt sind sie, ganz offiziell, Mr. und Mrs. Americana.Passend zum Artikel
«JUST&T Married»: Taylor Swift und Travis Kelce setzen neue Hochzeits-Massstäbe
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