Fußball-Weltmeister Argentinien hat das WM-Märchen von Kap Verde beendet. Der Titelverteidiger musste dabei aber kräftig zittern und zwei überraschende Rückschläge verkraften. Am Ende benötigte das Team seinen Superstar Lionel Messi und eine 30-minütige Extrazeit, um den krassen Außenseiter in einem packenden und denkwürdigen Sechzehntelfinale 3:2 (1:1, 1:0) nach Verlängerung niederzuringen.Vor 64.478 Zuschauern in seiner Wahlheimat Miami schoss Messi in der 29. Minute bereits sein siebtes Tor bei diesem Turnier und sein 20. insgesamt bei einer WM. Nach der Pause bestrafte Deroy Duarte (59.) das erste Mal die argentinische Passivität.Auch in der Verlängerung kam der kleine Inselstaat nach dem 1:2 durch Lisandro Martínez (93.) noch einmal zurück. Denn der frühere Rot-Weiß-Erfurt- und Viktoria-Köln-Spieler Sidny Lopes Cabral gelang in der 103. Minute ein Traumtor. Argentiniens Treffer zum 3:2 wurde von der FIFA als Eigentor von Diney Borges gewertet in der 111. Minute – nach einem Eckball von Messi.Kolumbien mit FC-Bayern-Star Luis Diaz darf derweil weiter auf den ersten Viertelfinale-Einzug bei einer Fußball-Weltmeisterschaft seit 2014 hoffen. Die Südamerikaner gewannen ihr Sechzehntelfinale gegen Ghana 1:0 (1:0) und treffen nun am Dienstag in Vancouver auf die Schweiz.Vor 69.045 Zuschauern in Kansas City erzielte Jhon Arias in der 14. Minute den Siegtreffer für Kolumbien. 2014 waren die Kolumbianer im Viertelfinale an Gastgeber Brasilien gescheitert, der wiederum im Halbfinale gegen den späteren Weltmeister Deutschland legendär 1:7 verloren hatte.Einer der „besten Tage“ seines Lebens wurde für den als ägyptischer „König“ umjubelte Mohamed Salah nach der Ankunft im Teamhotel in Dallas noch viel besser. Der Star der Ägypter und sein Team wurden von Hunderten Fans begeistert empfangen – und gemeinsam feierten sie eine stimmungsvolle WM-Straßen-Party nach dem historischen Achtelfinal-Einzug durch ein 4:2 nach Elfmeterschießen gegen Australien.Auf den Schultern eines anderen sitzend, tanzte Salah zu arabischen Rhythmen, erst nach rund einer halben Stunde zog es ihn ins Hotel. Wohl auch, um seinen Achtelfinalgegner am Fernseher zu beobachten. Und dort konnte der 34-Jährige dann sehen, wie sich Argentinien mit Ausnahmekönner Lionel Messi gegen Außenseiter Kap Verde zu einem 3:2-Sieg nach Verlängerung mühte.Klopp: „Probleme, die wir haben, hängen nicht an Nagelsmann“Zunächst müsse er mit seinem jetzigen Arbeitgeber Red Bull die Vertragsangelegenheiten klären. Aber auch mit dem DFB rechnet der 59-Jährige mit grundlegenden Verhandlungen. „Es werden intensive Gespräche sein müssen, weil natürlich die Probleme, die wir aktuell haben, nicht an der Personalie Julian Nagelsmann hängen“, sagte Klopp. Nagelsmann hatte am Freitag – vier Tage nach dem WM-Aus der Fußball-Nationalmannschaft in der ersten K.-o.-Runde gegen Paraguay – das Amt aufgegeben.Achtelfinale zwischen England und Mexiko wird nicht verlegtDas Achtelfinale zwischen Ko-Gastgeber Mexiko und England soll entgegen vorheriger Gerüchte wie ursprünglich geplant angepfiffen werden. Britische Medien berichteten am Abend, es bleibe bei der Anstoßzeit am Sonntag 18.00 Uhr (02.00 Uhr MESZ im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM und bei Magenta TV) im Aztekenstadion von Mexiko-Stadt. Zuvor war über die Vorverlegung der Partie um bis zu sechs Stunden wegen der Sorge vor schweren Gewittern debattiert worden.Der Weltverband FIFA hatte diese Gespräche nicht bestätigt. Den mexikanischen und den englischen Verband trafen die Medienberichte über eine Verlegung unvorbereitet.
Fußball-WM 2026 Update vom 04.07.2026 mit Video: Beinahe-Debakel für Lionel Messi
Jetzt stehen alle Paarungen für das Achtelfinale fest: Ghana scheidet aus und Kap Verde gelingt fast eine Riesenüberraschung. Jürgen Klopp spricht über den Bundestrainer-Job beim DFB.













