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Iran-Krieg: Iran beginnt öffentliche Trauerfeiern für Chamenei Live-Blog Schiffsverkehr in der Straße von Hormus erholt sich +++ USA und Iran beenden Gespräche +++ Katar: Weitere Gespräche so bald wie möglich +++ Der Newsblog.
04.07.2026 - 11:15 Uhr Artikel anhörenSarg von Ali Khamenei in der Imam-Khomeini-Musalla-Moschee in Teheran: Staatsbegräbnis für den früheren iranischen Führer nach US-israelischem Angriff. Foto: ImagoIran beginnt öffentliche Trauerfeiern für ChameneiMehr als vier Monate nach seiner Tötung beginnen im Iran die öffentlichen Trauerfeierlichkeiten für die Beerdigung des obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei. Drei Tage lang soll der Leichnam des früheren Staatsoberhaupts in der Hauptstadt Teheran bleiben, ehe er für weitere Zeremonien in die Pilgerstadt Ghom und dann in den Irak gebracht wird. Am kommenden Donnerstag soll der frühere Religionsführer im religiösen Zentrum seiner Heimatstadt Maschhad beigesetzt werden. Für Chameneis Anhänger und Irans Regierung ist die Staatstrauer zugleich Abschied und ein Zeichen von Machtdemonstration. Chamenei war am 28. Februar im Alter von 86 Jahren durch einen israelischen Luftangriff auf seinen Amtssitz in Irans Hauptstadt getötet worden. Paris und London wollen Straße von Hormus mit Oman absichernNach der iranischen Ablehnung einer internationalen Marinemission in der Straße von Hormus wollen Frankreich und Großbritannien mit dem Oman eine sichere Schifffahrt durch die Meerenge gewährleisten. „Das Sultanat Oman hat sich bereit erklärt, mit Frankreich und dem Vereinigten Königreich zusammenzuarbeiten, um die Sicherheit der Schifffahrt in seinen Hoheitsgewässern zu gewährleisten“, teilten Paris und London in einer gemeinsamen Erklärung am Abend mit.Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sprach von einer „positiven Entwicklung“ nach „konstruktiven Gesprächen“ mit dem Sultan von Oman am Montag dieser Woche, weshalb Frankreich die Präsenz seiner Marine in der Region anpasse. Der Flugzeugträger „Charles de Gaulle“ kehre in seinen Heimathafen in Toulon zurück, während die französischen Minenräumkräfte und ihre Eskorte weiterhin vor Ort bereitstünden, um gemeinsam mit Partnern einzugreifen. Bereits nach dem Treffen mit dem Sultan hatte Macron von einer gemeinsamen Minenräumung mit dem Oman und internationalen Partnern in der Straße von Hormus gesprochen.Türkischer Außenminister bezeichnet Israel als „Problem für die Menschheit“ – Israel empörtIsraels Außenminister Gideon Saar hat seinem türkischen Kollegen Hakan Fidan eine „Entmenschlichung des jüdischen Volkes“ sowie „Aufruf zum Völkermord“ vorgeworfen. Sein türkischer Amtskollege bezeichnete demnach die israelische Politik und Denkweise als Last, die die Menschheit nicht länger ertragen könne und Israel als ein Problem für die gesamte Menschheit. Saar wiederum bezeichnete auf X die Aussagen von Fidan als widerwärtig und sprach von einem „Paradebeispiel für Anstiftung zum Völkermord“.Anlass für Fidans Äußerung war Israels formelle Anerkennung des Völkermords an den Armeniern (ab 1915). Die türkische Regierung sprach von einem politischen Vergeltungs- und Ablenkungsmanöver.Mehr Schiffe, niedrigere Energiekosten – So wirkt das Abkommen auf die deutschen PreiseAusländische Gäste im Iran zu Trauerfeier für ChameneiDer Iran hat kurz vor Beginn der Trauerfeiern für den getöteten obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei zahlreiche Staatsgäste empfangen. Das iranische Staatsfernsehen zeigte am Freitag unter anderem, wie Regierungsvertreter aus China, Belarus, dem Irak und Turkmenistan in der Hauptstadt Teheran landeten. An diesem Samstag beginnen in Teheran die offiziellen Trauerfeierlichkeiten. Es werden mehrere Millionen Menschen aus dem Iran und Nachbarländern erwartet. Der Sarg des früheren Staatsoberhaupts wurde schon in der Großmoschee Mosalla aufgebahrt. Chamenei war am 28. Februar durch einen israelischen Luftangriff auf seinen Amtssitz in Irans Hauptstadt gezielt getötet worden. Datenfirma: Schiffsverkehr in Straße von Hormus erholt sichDie Angriffe des Irans auf zwei Handelsschiffe in der Straße von Hormus scheinen Reedereien nicht nachhaltig verunsichert zu haben. Das geht aus einer Analyse des maritimen Datenanbieters Lloyd's List Intelligence hervor. In der vergangenen Woche durchquerten demnach 258 Schiffe die Meerenge, über die vor dem Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran am 28. Februar etwa ein Fünftel des weltweit gehandelten Rohöls verschifft wurde. Der Iran hatte am vergangenen Donnerstag und dem darauffolgenden Samstag zwei Schiffe attackiert, die auf einer Route vor der Küste Omans unterwegs waren, die der Oman in Abstimmung mit der UN-Schifffahrtsorganisation IMO festgelegt hat. Teheran verlangt, dass Schiffe ausschließlich eine Route vor der iranischen Küste nutzen. In der Woche vor den Angriffen hatten den Angaben zufolge lediglich 138 Schiffe die Passage durch die Straße von Hormus gewagt. In Straße von Hormus gestrandetes Schiff wohl mit Iran verbundenEin vom iranischen Staatsfernsehen als in der Straße von Hormus gestrandet gemeldetes Schiff hat wohl Verbindungen zum Iran selbst. Das Staatsfernsehen hatte am Mittwoch berichtet, dass es sich um ein ausländisches Schiff handele, das in dem Kanal auf Grund gelaufen sei, nachdem es Anweisungen der paramilitärischen Revolutionsgarde ignoriert habe. Doch die Form des Schiffs, der gemeldete Aufenthaltsort und andere Details deuten nach Informationen der Nachrichtenagentur AP darauf hin, dass es Verbindungen zum Iran hat. Es steckt offenbar schon seit Monaten fest. Unter einem Übergangsabkommen zwischen dem Iran und den USA soll der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus 60 Tage lang ohne Einschränkungen möglich sein. Die iranische Regierung besteht aber darauf, dass sie die Kontrolle über den für den Ölhandel wichtigen Kanal ausübt und letztendlich Gebühren für die Nutzung erheben darf. Die USA und viele Golfstaaten lehnen das ab.Iran: Revolutionsgarden töten fünf kurdische KämpferDie iranischen Revolutionsgarden haben im Nordwesten des Landes fünf Mitglieder der verbotenen Demokratischen Partei des Iranischen Kurdistans (PDKI) getötet. Die Gruppe sei in den bergigen Grenzgebieten nahe der Stadt Piranschahr in einen Hinterhalt geraten, berichten staatliche Medien. Nach Angaben der in Norwegen ansässigen kurdischen Menschenrechtsorganisation Hengaw haben sich die Kämpfe am Mittwochabend ereignet.Iran warnt USA und Israel vor Angriffen während Trauerfeier für ChameneiDer Iran droht den USA und Israel mit Vergeltung für den Fall von Angriffen während des Staatsbegräbnisses für das geistliche Oberhaupt des Landes. „Wir warnen die Feinde des Iran, insbesondere die USA und das zionistische Regime, vor jeglicher Fehleinschätzung“, erklärte Ali Abdollahi, Kommandeur des zentralen Hauptquartiers Chatam al-Anbija, in einer von staatlichen Medien verbreiteten Erklärung am Donnerstag. Sie sollten die harte Reaktion bedenken, mit der die Streitkräfte auf jede Bedrohung und Aggression gegen das Land antworten würden, hieß es in der Erklärung weiter.Ajatollah Ali Chamenei war am 28. Februar, dem ersten Tag des Krieges, bei einem Luftangriff getötet worden. Die Trauerprozessionen sollen am kommenden Samstag in Teheran beginnen und am 9. Juli mit seiner Beisetzung in seiner Heimatstadt Maschhad enden. Zudem sind Zeremonien in Ghom und im Irak geplant.Irans Militär besteht auf Kontrolle der Straße von HormusIrans Streitkräfte haben erneut ihre Kontrolle über die für den weltweiten Energiehandel wichtige Straße von Hormus beansprucht. Alle Öltanker und Handelsschiffe seien verpflichtet, ausschließlich die vom Iran festgelegte Route zu benutzen, hieß es in einer Erklärung der Militärführung, die iranische Medien verbreiteten. „Jede Missachtung dieser Vorgabe (...) wird mit einer unverzüglichen und entschlossenen Reaktion der Streitkräfte beantwortet“, hieß es weiter.Die Wiederöffnung der für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtigen Straße von Hormus ist ein zentrales Element des Rahmenabkommens, auf das sich Vertreter aus Washington und Teheran vor knapp drei Wochen verständigt hatten. Die USA fordern eine freie Passage für alle Schiffe ohne Gebühren. Der Iran hatte mit Drohungen und Angriffen nach Beginn der Angriffe der USA und Israels auf das Land den Schiffsverkehr in der Meerenge faktisch zum Erliegen gebracht.Katar: Weitere Gespräche zwischen USA und Iran so bald wie möglichUS-amerikanische und iranische Unterhändler haben sich am Mittwoch getrennt mit Vermittlern aus Katar und Pakistan getroffen. Dabei seien „positive Fortschritte“ erzielt worden, teilte das Gastgeberland Katar mit. Beide Seiten hätten vereinbart, die Gespräche fortzusetzen. Das nächste Treffen werde „zum frühestmöglichen Zeitpunkt“ nach der Beerdigung des früheren iranischen Obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei angesetzt, erklärte der katarische Außenamtssprecher Madschid al-Ansari auf X. Die Trauerfeier soll am Samstag in Teheran beginnen.Der US-Sondergesandte für den Nahen Osten, Steve Witkoff, und Jared Kushner, der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, waren zu Gesprächen in Katar, um ein dauerhaftes Ende des Krieges zu erreichen. Ebenfalls beteiligt war Irans Chefunterhändler Kazem Gharibabadi. Die Verhandlungen sollen Details klären, um ein Abkommen auf höchster Ebene vorzubereiten. Streitpunkte bleiben unter anderem die Straße von Hormus und der Libanon.Irak: Drohnenangriff auf Lager iranischer Kurden im NordirakEine mit Sprengstoff beladene Drohne hat irakischen Sicherheitskreisen zufolge ein Lager einer iranisch-kurdischen Oppositionsgruppe im Nordirak angegriffen. Bei dem Vorfall im Bezirk Koysandschaq östlich von Erbil ist den Angaben nach auch ein Feuer ausgebrochen. Berichte über mögliche Opfer liegen zunächst nicht vor. Auch ist unklar, wer für den Angriff verantwortlich ist.USA und Iran beenden Gespräche – offenbar kein DurchbruchDie USA und der Iran beenden eine Runde indirekter Gespräche in Doha Insidern zufolge ohne Anzeichen für eine Annäherung auf dem Weg zu einem dauerhaften Frieden. Die Unterhändler konzentrieren sich demnach auf Themen wie den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus und finanzielle Anreize für den Iran, die eigentlich bereits vor zwei Wochen geklärt worden sein sollten. US-Präsident Donald Trump spricht in Washington zwar von Fortschritten bei der Einschränkung des iranischen Atomprogramms und „sehr guten Treffen“. Insidern zufolge ist das Atomprogramm bei den Fachgesprächen jedoch kein Thema. US-Vizepräsident JD Vance erklärt, dies werde später besprochen. Die Delegationen treffen sich nicht direkt, sondern verhandeln über Vermittler aus Katar und Pakistan.Mindestens drei Tote bei neuen Angriffen in GazaBei neuen israelischen Angriffen im Gazastreifen sind nach palästinensischen Angaben mindestens drei Menschen getötet worden. Zwei von ihnen seien bei einem Luftangriff im Nordwesten der Stadt Gaza ums Leben gekommen, ein dritter bei einem Angriff auf ein Auto im Zentrum der Stadt, teilte der von der islamistischen Hamas kontrollierte Zivilschutz mit. Nach Angaben des israelischen Militärs handelte es sich um bewaffnete Kämpfer. Zuletzt hatte Israel vermehrt Mitteilungen veröffentlicht, wonach mutmaßliche Mitglieder der Terrororganisationen Hamas und Islamischer Dschihad im Gazastreifen gezielt getötet worden seien. Reederei CMA CGM: Normalisierung in Straße von Hormus dauert MonateDie französische Reederei CMA CGM rechnet damit, dass eine Normalisierung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus mehrere Monate dauern wird. Seit Beginn des Iran-Krieges säßen mehrere Schiffe im Golf fest, sagt Konzernchef Rodolphe Saade der Zeitung „Les Echos“. Derzeit führen rund 60 Prozent der Schiffe des Unternehmens durch den Suezkanal, während 40 Prozent die längere Route um Afrika nähmen.Trump: Beziehungen der USA zum Iran entwickeln sich gutUS-Präsident Donald Trump äußert sich optimistisch über das Verhältnis der USA zum Iran und die jüngsten Gespräche in Katar. Die Denuklearisierung des Irans komme gut voran, sagt Trump vor Journalisten. „Wir kommen sehr gut miteinander aus“, ergänzt er. Vertreter der USA und des Irans kommen nach Angaben eines Insiders und eines iranischen Regierungsvertreters in der katarischen Hauptstadt Doha zu Fachgesprächen über den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus und einen dauerhaften Waffenstillstand zusammen. Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und der Sondergesandte Steve Witkoff führen vorbereitende Gespräche mit dem katarischen Ministerpräsidenten, nehmen jedoch nicht selbst an den Verhandlungen teil. Katar vermittelt in dem Konflikt gemeinsam mit Pakistan.Iran will Kontrolle über Straße von Hormus offenbar erzwingenDer Iran pocht auf die Kontrolle über die Straße von Hormus sowie eine Gebühr für die Schiffspassage und will dies Insidern zufolge notfalls auch mit Gewalt erzwingen. Die Führung in Teheran strebe eine dauerhafte formelle Anerkennung eines solchen Kontrollrechts an, sobald das jüngste Übergangsabkommen mit den USA auslaufe, sagten zwei ranghohe Regierungsvertreter des Iran der Nachrichtenagentur Reuters. Die iranischen Unterhändler würden sich bei den Friedensgesprächen mit den Vereinigten Staaten erst dann anderen Streitpunkten zuwenden, wenn eine Einigung in dieser Frage erzielt sei. Der Iran sei auch bereit, diese Forderungen mit Gewalt durchzusetzen, sollten sich andere Länder nicht bereiterklären, seine Bedingungen zu akzeptieren, erläuterte ein Insider. Teheran werde nicht nachgeben, selbst wenn dies zu einer erneuten und verschärften Konfrontation mit den USA führe.Der Iran glaube, eine „historische Chance“ zu haben, sich einen langfristigen Vorteil zu sichern, nachdem er den Krieg mit den USA und Israel überstanden habe, sagte ein anderer ranghoher Vertreter der Islamischen Republik. Die Länder, in denen Reedereien tätig sind, würden eine iranische Kontrolle über die Meerenge aufgrund der steigenden Kosten des Konflikts letztendlich akzeptieren, und die Regierung in Washington würde dies ebenfalls akzeptieren, um eine ununterbrochene weltweite Energieversorgung zu gewährleisten.Pistorius sieht nach Absage Irans vorerst keinen Hormus-Marine-EinsatzVerteidigungsminister Boris Pistorius geht nicht von einer baldigen Beteiligung der Bundesmarine an einer Sicherung der Straße von Hormus aus. „Im Augenblick gibt es kein Szenario, das ich sehe, in den nächsten Tagen oder Wochen, dass der Korken schnell aus der Flasche kommt und wir in die Straße von Hormus einfahren könnten, um Minen zu räumen“, sagte der SPD-Politiker am Mittwoch in Berlin. „Das ist im Augenblick nicht absehbar.“ Zwei deutsche Minenräumschiffe liegen derzeit im Hafen von Dschibuti, sie waren für den Fall eines Friedensschlusses zwischen dem Iran und den USA in die Region entsandt worden. Als Grund für seine Skepsis nannte Pistorius Aussagen Irans, wonach dieser eine Minenräumung durch andere Staaten nicht akzeptieren werde. Die Schiffe würden auch nicht unbegrenzt warten. „Wir werden dann im Sommer rechtzeitig die Entscheidung treffen, dass im Zweifel unsere Soldaten eher ihren Sommer bei 40 Grad in Berlin statt bei knapp 50 in Dschibuti verbringen.“Offenbar indirekte Gespräche zwischen USA und Iran in DohaIn Katars Hauptstadt Doha finden indirekte technische Gespräche zwischen den USA und dem Iran statt. Wie eine mit dem Vorgang vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters sagt, vermitteln Katar und Pakistan in den Verhandlungen. Auch der US-Sender CNN sowie die arabischen Nachrichtensender Al Jazeera und Al Arabija meldeten den Beginn der Gespräche unter Berufung auf eigene Quellen.Der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Jared Kushner, der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, hatten sich bereits am Dienstag nach katarischen Angaben mit Katars Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman Al Thani in Doha getroffen. An den eigentlichen Gesprächen nehmen sie CNN zufolge jedoch nicht teil.Iran: Schiff in Straße von Hormus auf Grund gelaufenEin Schiff ist nach einem Bericht des iranischen Staatsfernsehens in der Straße von Hormus auf Grund gelaufen. Das ausländische Containerschiff sei nicht auf der vom Iran genehmigten Route durch das Gewässer unterwegs gewesen, hieß es am Mittwoch. Nähere Details wurden zunächst nicht gemeldet. Das Staatsfernsehen berichtete, man müsse sich bei der Schifffahrt durch die Straße von Hormus an die Anweisungen der paramilitärischen Revolutionsgarde des Irans halten.Iran: Keine weiteren Gespräche mit USA vor Erfüllung von AbkommenDer Iran macht die Umsetzung der jüngsten Absichtserklärung zur Bedingung für weitere Verhandlungen mit den USA. Solange die Auflagen nicht erfüllt seien, werde es keine neuen Gespräche geben, sagt der iranische Chefunterhändler Mohammad Bagher Chalibaf im Staatsfernsehen. Zudem kündigt er die Gründung eines gemeinsamen Komitees mit den USA und dem Libanon an, welches die Beendigung des Krieges dort überwachen soll. Chalibaf warnt die USA davor, iranische Ölexporte zu unterbinden, da in einem solchen Fall niemand mehr vom Öl profitieren werde. Die Souveränität über die Straße von Hormus liege beim Iran und dem Oman, die freie Durchfahrt sei gemäß der Vereinbarung auf 60 Tage befristet. Seit dem Ende der Seeblockade belaufen sich die iranischen Ölexporte Chalibaf zufolge auf mehr als 40 Millionen Barrel. Dabei erziele das Land einen um 20 Prozent höheren Preis als zuvor.Netanjahu befiehlt Zerstörung von Hisbollah-InfrastrukturIsraels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Armee angewiesen, die Infrastruktur der schiitischen Hisbollah-Miliz im Südlibanon vollständig zu zerstören. Netanjahu bezog sich laut Regierungspresseamt bei einem Truppenbesuch auf alle ober- und unterirdischen Anlagen, welche die Miliz für Angriffe auf Israel genutzt habe, wie beispielsweise Tunnel. Netanjahu sagte weiter: „Das ist die Anweisung: Lasst nichts zurück, und genau das tun Sie.“ Außerdem sollten Soldaten sofort handeln, wenn sie eine Bedrohung für ihr Leben feststellten, so Netanjahu. Er schloss zudem einen Abzug der Armee aus dem Grenzgebiet aus, bis die Hisbollah vollständig entwaffnet sei und keine Bedrohung mehr für Israel darstelle. Netanjahu bezeichnete die Hisbollah als das wichtigste Glied in einer Achse der iranischen Verbündeten. Nach seinen Angaben sind von ehemals 150.000 Raketen und Geschossen noch etwa acht Prozent übriggeblieben. Zudem habe Israel im Libanon rund 9.000 „Terroristen“ getötet. Die wichtigste Maßnahme habe darin bestanden, Puffer- und Sicherheitszonen zwischen der Hisbollah und dem Norden Israels zu schaffen. Die libanesische Regierung und die Hisbollah bezeichnen die von Israel einseitig verfügte „Sicherheitszone“ als völkerrechtswidrige Besetzung. Das von Israel kontrollierte Areal im Südlibanon umfasst nach geografischen Berechnungen libanesischer Medien rund 620 Quadratkilometer. Dies entspricht einem Anteil von etwa sechs Prozent der Fläche des Landes.Spionage für Iran: US-Bürger in Israel festgenommenDie israelische Polizei hat einen 20 Jahre alten US-Bürger wegen des Verdachts auf Spionage für den iranischen Geheimdienst festgenommen. Wie israelische Zeitungen unter Berufung auf die Polizei mitteilten, hat der Mann aus dem Großraum Jerusalem „sensible Orte“ in Israel fotografiert und gefilmt. Er soll dafür pro Auftrag bis zu Hunderte Dollar erhalten haben. Der Mann solle jetzt wegen Kontaktaufnahme zu einem ausländischen Agenten und Gefährdung der nationalen Sicherheit Israels angeklagt werden.Iran kündigt Gespräche mit Katar über eingefrorene Gelder anDer Iran will mit dem Vermittler Katar über die Umsetzung des Übergangsabkommens mit den USA beraten. Ein Hauptthema der Gespräche am Mittwoch ist die Freigabe eingefrorener iranischer Gelder, wie das iranische Außenministerium mitteilt. Treffen mit Vertretern der US-Regierung seien in den kommenden Tagen nicht geplant. Dem katarischen Außenministerium zufolge sind sechs Milliarden Dollar an eingefrorenen iranischen Geldern in Katar noch nicht nach Teheran überwiesen worden.Witkoff und Kushner zu Gesprächen in Doha – aber keine Gespräche zwischen Iran und USADie US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner sind zu geplanten Verhandlungen mit dem Iran in Katar eingetroffen. Die Gesandten würden während ihres Aufenthalts in der katarischen Hauptstadt Doha keine direkten Verhandlungen mit iranischen Vertretern führen, sagte ein Sprecher des katarischen Außenministeriums, Madsched al-Ansari, am Dienstag. Die Gespräche sollten über Vermittler laufen.Ranghohe iranische Regierungsvertreter würden nicht in Doha erwartet, erklärte der Ministeriumssprecher in einer Pressekonferenz. Die technischen Gespräche dauerten aber an und seien nicht unterbrochen worden. HB Veröffentlicht nach den redaktionellen Standards des Handelsblatts. Mehr Informationen finden Sie in unseren Richtlinien. 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