PfadnavigationHomePolitikDeutschlandBerlinIn der Hauptstadt sind mehr als 9000 Haftbefehle nicht vollstrecktStand: 05:39 UhrLesedauer: 2 MinutenDie Hälfte der offenen Haftbefehle bezieht sich auf Diebstahlsdelikte, aber auch Mord und Totschlag kommen in der Statistik vor. Oftmals sind Verdächtige oder Täter abgetaucht. Ein SPD-Politiker liefert noch andere Erklärungen.In Berlin liegen 9459 offene Haftbefehle gegen kriminelle Täter und Verdächtige vor. Diese Haftbefehle sind zu einem größeren Teil für die Polizei zur Festnahme der Gesuchten durch Richter ausgestellt und bislang nicht umgesetzt worden, weil die Menschen abgetaucht oder aus anderen Gründen nicht zu finden sind. Das geht aus einer Antwort der Senatsinnenverwaltung auf eine AfD-Anfrage hervor.Fast die Hälfte der offenen Haftbefehle bezieht sich auf Diebstahlsdelikte. Dazu kommen jeweils Hunderte von Betrugstaten, Drogendelikten, Fahrens ohne Führerschein, aber auch Körperverletzungen und Raubtaten. Auch Mord und Totschlag kommen vor.Verurteilte Täter erscheinen nicht zum Beginn der GefängnisstrafeDie meisten (7532) Haftbefehle sind zur Strafvollstreckung ausgestellt. Das heißt, dass ein verurteilter Täter seine Gefängnisstrafe zu einem bestimmten Termin antreten musste, aber nicht erschienen ist. 1915 Haftbefehle beziehen sich auf die Strafverfolgung – dabei sucht die Polizei nach einem dringend Verdächtigen.Fast 3000 offene Haftbefehle stammen aus den vergangenen zwölf Monaten. Rund 4200 sind älter als ein Jahr, 2300 älter als drei Jahre.Lesen Sie auchInnen-Staatssekretär Christian Hochgrebe (SPD) wies in der Antwort darauf hin, dass bei den offenen Haftbefehlen zu schweren Straftaten viele Fälle dabei seien, bei denen verurteilte Täter ins Ausland abgeschoben wurden, bevor sie