PfadnavigationHomeRegionalesRheinland-Pfalz & SaarlandWarnung vor Einschnitten bei Naturschutz-ProgrammStand: 04:04 UhrLesedauer: 2 MinutenDie in vergangenen Jahren stark zurückgegangene Population an Kiebitzen in Rheinland-Pfalz hat sich dank eines Schutzprojekts wieder etwas erholt. (Archivbild)Quelle: Boris Roessler/dpaMit Geld aus dem Landesprogramm «Aktion Grün» wurden beispielsweise Schutzprojekte für Kiebitz und Feldhamster unterstützt. Die neue Koalition will es evaluieren. Das löst Sorgen aus.Über das Naturschutz-Programm «Aktion Grün» des Landes Rheinland-Pfalz sind in den vergangenen fünf Jahren mehr als 100 Projekte gefördert worden. Das geht aus einer Antwort des bis zum Regierungswechsel noch grün geführten Umweltministeriums in Mainz auf eine parlamentarische Anfrage hervor. Darunter waren den Angaben zufolge 20 Projekte von Kommunen, 43 von Vereinen und Verbänden und 42 von sonstigen Trägern wie etwa Kirchen, Stiftungen, Bürgerinitiativen oder Universitäten.Ausgegeben wurden von Landesseite dafür von 2021 bis Ende April dieses Jahres nach vorläufigen Ministeriumsangaben rund 16 Millionen Euro. Von den 105 geförderten Projekten widmeten sich 32 dem Schutz von Biotopen, 46 dem Artenschutz sowie 27 der Umweltbildung. Ein Beispiel für ein Artenschutzprojekt ist das Kiebitz-Schutzprojekt der Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie Rheinland-Pfalz (GNOR), dem kürzlich die neue Landwirtschafts- und Umweltministerin Christine Schneider (CDU) einen Besuch abstattete.Grünen-Fraktion für Ausbau des ProgrammsDie umweltpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion im Landtag, Lea Heidbreder, nannte die «Aktion Grün» ein erfolgreiches Programm, das dringend weiter ausgebaut werden müsse. Besorgt zeigte sie sich darüber, dass im Koalitionsvertrag von Schwarz-Rot eine Evaluierung des Programms angekündigt wird. Dies führe zu großer Sorge vor Einschnitten.Wie erfolgreich die Aktion sei, zeige sich exemplarisch auch an dem geförderten Feldhamster-Schutzprojekt in Mainz. «Ohne die Übernahme durch die "Aktion Grün" wäre die letzte Population in Rheinland-Pfalz wahrscheinlich nicht mehr vorhanden», sagte Heidbreder. «Es lässt allgemein wenig Gutes für Natur und Umwelt unter Schwarz-Rot erwarten, dass der Themenbereich dem Landwirtschaftsressort unterstellt ist.»dpa-infocom GmbH
Warnung vor Einschnitten bei Naturschutz-Programm - WELT
Mit Geld aus dem Landesprogramm «Aktion Grün» wurden beispielsweise Schutzprojekte für Kiebitz und Feldhamster unterstützt. Die neue Koalition will es evaluieren. Das löst Sorgen aus.






