Stand: 03.07.2026 18:45 Uhr
Arbeitgeber und die Gewerkschaft ver.di haben den Tarifstreit im kommunalen Nahverkehr in Niedersachsen nach einer Schlichtung beigelegt. Von dem Abschluss sind mehr als 4.500 Beschäftigte betroffen.
Die Gewerkschaft und der Kommunale Arbeitgeberverband Niedersachsen (KAV) haben seit Mitte Februar verhandelt. Beschäftigte hatten immer wieder mit Warnstreiks Druck aufgebaut. Durch die Einigung sind weitere Warnstreiks vorerst nicht in Sicht. Der Vertrag soll bis 31. Dezember 2029 gelten. Allerdings steht er bis Ende Juli unter Vorbehalt: In den kommenden Wochen will ver.di nach eigenen Angaben seine Mitglieder entscheiden lassen, ob sie das Ergebnis annehmen wollen.
Höhere Zuschläge, flexiblere Wochenarbeitszeit
Nach dem Tarifabschluss soll die Arbeitszeit ab 2028 von 39 auf 38,5 Stunden reduziert werden. Auf Wunsch sollen Beschäftigte aber auch bis zu 42 Stunden pro Woche arbeiten können. Damit solle die notwendige Flexibilität gewährleistet werden, hieß es vom KAV. Das Urlaubsgeld soll um mindestens 177 Euro auf 600 Euro erhöht werden. An Sonntagen soll es ab 2027 zudem 30 statt 25 Prozent Zuschlag geben. Ver.di sieht den Abschluss als Kompromiss mit wichtigen Verbesserungen für die Beschäftigten. Der Arbeitgeberverband wertet die Einigung bezogen auf die Arbeitszeitregelung als "Meilenstein".









