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Darmgesundheit ist ein Trendthema: auf Social Media, in populären Sachbüchern und Podcasts. Doch welche der vielen Ernährungs- und Lifestyle-Tipps rund um den Darm sind tatsächlich sinnvoll und evidenzbasiert? Wir haben Gastroenterologinnen und Gastroenterologen nach ihren wichtigsten Ratschlägen für den Darm und einen gesunden Verdauungsapparat generell gefragt. Was würden sie jedem raten, was selbst auf keinen Fall tun? An welche einfachen Regeln kann man sich halten, welchen kleinen Hack ausprobieren?
»Es ist wichtig, das Mikrobiom zu pflegen, also das Ökosystem an Bakterienzellen in unserem Darm. Wir wollen einen gesunden Mischwald erhalten, keine Monokulturen züchten. Das erreichen wir, indem wir uns ausgewogen ernähren. Das bedeutet: erstens bunt und vielfältig essen, für den Mischwald, und zweitens von bestimmten Lebensmitteln nicht zu viel. Denn durch zum Beispiel zu viel Fett, Zucker und viele Softdrinks werden ungünstige Bakterienkulturen gefüttert. Diese können andere, vorteilhafte Bakterien verdrängen – die Monokultur droht. Das kann Entzündungen im Körper unterstützen oder auch zu einer bakteriellen Fehlbesiedlung führen, was zu Bauchschmerzen, Durchfällen oder Verstopfung führen kann. Deshalb empfehle ich eine mediterrane Ernährungsweise, mit viel frischem Gemüse, aber auch Fisch und wenig Fleisch – und wenn, dann mageres. Kohlenhydrate aus Lebensmitteln wie Weißbrot und Nudeln in Maßen. Außerdem fermentierte, milchsäurehaltige Produkte wie Joghurt, Kefir oder Sauerkraut. Kochen Sie viel frisch, nehmen Sie eher Olivenöl oder Rapsöl statt tierischem Fett. Gönnen Sie sich auch mal einen Kuchen, aber eben nicht jeden Tag zwei Stücke Sahnetorte.«








