Können Frauen und Männer wirkliche Freunde sein? Gibt es die eine heterosexuelle platonische Lebensliebe? Für Alice (Nicola Walker) und Steve (Jemaine Clement) ist das geklärt, schon seit 30 Jahren. Nach einer kurzen Phase mit romantischen Funken gehen beide seither miteinander durchs Leben und teilen alles außer dem Bett und den jeweiligen Ehepartnern. Früher gingen sie auf Konzerte und in Clubs, später gemeinsam zu Familienfeiern, jetzt eben auf Beerdigungen. Wäre Steve während einer Überschwemmung vom Ertrinkungstod bedroht, sagt Alice in der britischen Comedyserie „Alice and Steve“, dann würde sie nicht zögern, den Körper ihrer eigenen Mutter zum Paddelboot umzufunktionieren, um ihn zu retten. Wer später Alices quicklebendige und scharfzüngige Mutter kennenlernt, kann sich solches in mehr als einer Hinsicht als lebensgefährliches Unterfangen vorstellen.
Eine Serie als „WrongCom“: „Alice and Steve“ bei Disney+
Eine Serie, die mutmaßlich nur von Briten in entsprechender Humortradition in Gänze gewürdigt werden kann? „Alice and Steve“ beginnt stark, gerät aber zunehmend in Sorge um die eigenen Peinlichkeiten und Tabubrüche.






