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Dieser Artikel ist Teil von ZEIT am Wochenende, Ausgabe 27/2026.

Ich hasse Krebs, und ich meine das aus tiefstem Herzen. Er hat mir im Jahr 2002 meinen Vater genommen, da war ich Anfang 20. Meine Mutter, da war ich Anfang 30. Beide haben ihre Enkelkinder nie kennengelernt. Wahrscheinlich verliere ich bald noch einen Menschen, der mir wichtig ist, wegen Krebs.

Solche Verluste kennen viele. In Deutschland bekommen 49 Prozent der Männer und 43 Prozent der Frauen laut Robert Koch-Institut im Laufe ihres Lebens eine Krebsdiagnose. Krebs ist Alltag, in praktisch jeder Familie. Die Wut, Verzweiflung, die Resignation, das Auf und Ab, die Hoffnung, das ständige Bangen.