PfadnavigationHomeRegionalesThüringenGroßbrand: Feuerwehr zieht ab, Feuer schwelt weiterStand: 15:03 UhrLesedauer: 2 MinutenDer Waldbrand bei Meuselwitz ist unter Kontrolle. Wann das Feuer endgültig gelöscht sein wird, ist aber noch unklar. (Symbolbild)Quelle: Kevin Fischer-Golde/bw-pictures/dpaIm Untergrund schwelt der Großbrand auf dem früheren Tagebau-Areal weiter – warum die Feuerwehren ihren tagelangen Einsatz nun trotzdem beenden.Die Feuerwehren ziehen ab heute nach und nach ihre oft freiwilligen Einsatzkräfte vom Brand auf dem ehemaligen Kohlebergbaugelände bei Meuselwitz ab. Im Untergrund glimmt das Feuer derweil aber noch weiter, wie das Landratsamt Altenburger Land mitteilte. «Mit den Mitteln der Feuerwehr wird der im Erdreich schwelende Brand kurz- und mittelfristig nicht zu löschen sein», hieß es in der Mitteilung.Früheren Angaben des Landratsamts zufolge brennen im Untergrund des Areals Kohlereste, die auf dem unwegsamen Gelände für die Feuerwehr kaum zu löschen sind. Das betroffene Gebiet werde aber weiter engmaschig durch mehrmals täglich geplante Streifengänge überwacht. Auch eine Drohne mit Wärmebildkamera soll das Gelände mehrmals täglich überfliegen. «Sollte es wieder stärker brennen oder eine Ausbreitung des Brandes drohen, rücken die Feuerwehren selbstverständlich erneut aus», so die Mitteilung weiter.5.000 Kubikmeter Wasser zum Löschen verbrauchtAbhängig von der Wetterlage kann es laut Landratsamt weiter großflächig zu Rauch- und Geruchsbelästigungen kommen. Bisherige Messungen hätten aber Ergebnisse unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte ergeben. Teils war der starke Rauch bis ins Leipziger Land gezogen.Bei dem seit vergangenem Samstag andauernden Feuer handelt es sich laut Landratsamt um das bisher größte Brandereignis im Landkreis Altenburger Land. Rund 800 Einsatzkräfte seien bislang vor Ort gewesen. Etwa 5.000 Kubikmeter Wasser seien zum Löschen verbraucht worden.Einsatz, der «alles abverlangt»Landrat Uwe Melzer (CDU) und Meuselwitz' Bürgermeister Ronny Dathe (parteilos) würdigten in einem gemeinsamen Statement den Einsatz der Helfer: «Über Tage hinweg haben Sie unermüdlich gearbeitet. Große Hitze, Rauch und schwieriges Gelände haben Ihnen körperlich und mental alles abverlangt. Dennoch haben Sie mit großem Engagement und hoher Professionalität Ihren Dienst geleistet.»Involviert in den Besprechungen für das weitere Vorgehen seien demnach etwa auch das Landesverwaltungsamt und das Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz gewesen. Am Mittwoch nächster Woche soll das Gelände dann an die Flächeneigentümerin, die Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV), übergeben werden. Diese verantworte es dann, die Lage zu beobachten, den Brand zu bekämpfen und die betroffene Fläche später zu sanieren.dpa-infocom GmbH