Berlin (dpa) - Umzugsstress im Schloss Bellevue und im Bundespräsidialamt: Für Staatsoberhaupt Frank-Walter Steinmeier und seinen Stab hat die heiße Phase des Umzugs in ihr Ausweichquartier begonnen. Nach monatelangen Vorbereitungen rollen jetzt die Umzugswagen. In genau einer Woche will Steinmeier sein neues Amtszimmer beziehen. Dann wird auch die Standarte mit dem Deutschland-Adler auf dem Dach von Schloss Bellevue eingeholt und am temporären Amtssitz am Spreebogen neu gehisst.Temporär heißt für Steinmeier allerdings endgültig. Denn für die grundlegende Sanierung von Schloss Bellevue und des Bundespräsidialamts sind bis zu acht Jahre angesetzt. Steinmeiers Amtszeit endet im März kommenden Jahres - er wird also nicht wieder ins Schloss zurückkehren. Aber auch seine Nachfolgerin oder sein Nachfolger - die Wahl ist am 30. Januar - wird die erste Amtszeit im Interimsquartier verbringen müssen.Umzug erfolgt unter den Augen der Polizei Schreibtische, Stühle, Regale, Akten, Unterlagen, Computer, aber etwa auch das Geschirr aus dem Schloss müssen jetzt dorthin gebracht werden. Am kommenden Mittwoch sollen beispielsweise die Gemälde an den Spreebogen umziehen. Rund 40 Fuhren werden wohl zusammen kommen, schätzt man im Bundespräsidialamt - genau lässt es sich aber nicht sagen. Und weil es kein gewöhnlicher Umzug ist, findet er unter den wachsamen Augen der Polizei statt. Im Amtssitz am Spreebogen wird das deutsche Staatsoberhaupt in den kommenden Jahren residieren Bernd von Jutrczenka/dpaDie rund 220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können vom kommenden Montag an ihre neuen Büros beziehen. Einer von ihnen ist schon einen Schritt weiter: Chefkoch Jan-Göran Barth. Seine Küche ist bereits im neuen Quartier angekommen - der Weinkeller mit rund 5.000 Flaschen aus allen 13 deutschen Weinanbaugebieten ebenfalls. Umfangreiche Sanierung steht bevorDie Sanierung des Berliner Amtssitzes des Bundespräsidenten ist wegen zahlreicher baulicher und technischer Mängel sowie gestiegener Anforderungen etwa an Sicherheit, Brandschutz, Energieeffizienz und Barrierefreiheit erforderlich. Im 1785 gebauten und unter Denkmalschutz stehenden Schloss Bellevue ist beispielsweise das Dach undicht, die Lüftungsanlagen funktionieren nicht mehr richtig, die Fenster sind nicht einbruchs- und schusssicher, an der Fassade zeigen sich Risse und an den Geschossdecken Korrosion. Im Bundespräsidialamt muss knapp drei Jahrzehnte nach seiner Fertigstellung vor allem der Brandschutz auf den heutigen Stand gebracht werden. Auch die komplette Gebäudetechnik und die zentrale Versorgungsinfrastruktur werden erneuert. Das Gebäude braucht zudem eine moderne Notstromversorgung. Die Bundespolizei, die für den Schutz des Amtssitzes zuständig ist, soll eine neue Hauptwache erhalten. Und auch in der denkmalgeschützten Parkanlage stehen Arbeiten an. Fest steht bereits: Die Sanierung wird teuer. Fest vorgesehen sind bereits 601 Millionen Euro. Für noch nicht kalkulierbare Risiken sowie mögliche Baukostensteigerungen sind laut Bundespräsidialamt weitere 259 Millionen Euro eingeplant.© dpa-infocom, dpa:260703-930-329379/1
Steinmeier und seine Mitarbeiter jetzt in heißer Umzugsphase
Berlin (dpa) - Umzugsstress im Schloss Bellevue und im Bundespräsidialamt: Für Staatsoberhaupt Frank-Walter Steinmeier und seinen Stab hat die heiße Phase des Umzugs in ihr Ausweichquartier begonnen. Nach monatelangen Vorbereitungen rollen jetzt die Umzugswagen. In genau einer Woche will Steinmeier sein neues Amtszimmer beziehen. Dann wird auch die Standarte mit dem Deutschland-Adler auf dem Dach von Schloss Bellevue eingeholt und am temporären Amtssitz am Spreebogen neu gehisst.Temporär heißt für Steinmeier allerdings endgültig. Denn für die grundlegende Sanierung von Schloss Bellevue und des Bundespräsidialamts sind bis zu acht Jahre angesetzt. Steinmeiers Amtszeit endet im März kommenden Jahres - er wird also nicht wieder ins Schloss zurückkehren. Aber auch seine Nachfolgerin oder sein Nachfolger - die Wahl ist am 30. Januar - wird die erste Amtszeit im Interimsquartier verbringen müssen.Umzug erfolgt unter den Augen der Polizei Schreibtische, Stühle, Regale, Akten, Unterlagen, Computer, aber etwa auch das Geschirr aus dem Schloss müssen jetzt dorthin gebracht werden. Am kommenden Mittwoch sollen beispielsweise die Gemälde an den Spreebogen umziehen. Rund 40 Fuhren werden wohl zusammen kommen, schätzt man im Bundespräsidialamt - genau lässt es sich aber nicht sagen. Und weil es kein gewöhnlicher Umzug ist, findet er unter den wachsamen Augen der Polizei statt. Im Amtssitz am Spreebogen wird das deutsche Staatsoberhaupt in den kommenden Jahren residieren Bernd von Jutrczenka/dpaDie rund 220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können vom kommenden Montag an ihre neuen Büros beziehen. Einer von ihnen ist schon einen Schritt weiter: Chefkoch Jan-Göran Barth. Seine Küche ist bereits im neuen Quartier angekommen - der Weinkeller mit rund 5.000 Flaschen aus allen 13 deutschen Weinanbaugebieten ebenfalls. Umfangreiche Sanierung steht bevorDie Sanierung des Berliner Amtssitzes des Bundespräsidenten ist wegen zahlreicher baulicher und technischer Mängel sowie gestiegener Anforderungen etwa an Sicherheit, Brandschutz, Energieeffizienz und Barrierefreiheit erforderlich. Im 1785 gebauten und unter Denkmalschutz stehenden Schloss Bellevue ist beispielsweise das Dach undicht, die Lüftungsanlagen funktionieren nicht mehr richtig, die Fenster sind nicht einbruchs- und schusssicher, an der Fassade zeigen sich Risse und an den Geschossdecken Korrosion. Im Bundespräsidialamt muss knapp drei Jahrzehnte nach seiner Fertigstellung vor allem der Brandschutz auf den heutigen Stand gebracht werden. Auch die komplette Gebäudetechnik und die zentrale Versorgungsinfrastruktur werden erneuert. Das Gebäude braucht zudem eine moderne Notstromversorgung. Die Bundespolizei, die für den Schutz des Amtssitzes zuständig ist, soll eine neue Hauptwache erhalten. Und auch in der denkmalgeschützten Parkanlage stehen Arbeiten an. Fest steht bereits: Die Sanierung wird teuer. Fest vorgesehen sind bereits 601 Millionen Euro. Für noch nicht kalkulierbare Risiken sowie mögliche Baukostensteigerungen sind laut Bundespräsidialamt weitere 259 Millionen Euro eingeplant.© dpa-infocom, dpa:260703-930-329379/1








