Nur Siemens schafft es nach einer Studie der Beratungsgesellschaft EY in die Liste der Top 100 der teuersten Börsenunternehmen. Der Münchner Dax-Konzern landet auf Platz 72. Zu Jahresbeginn waren auch SAP und Allianz im Ranking vertreten, sie fielen aber zum Ende des ersten Halbjahres auf Platz 114 und 115.
Große Dominanz der USA
Die USA profitieren von ihren starken Techkonzernen und der Euphorie um Künstliche Intelligenz. Acht der zehn wertvollsten Unternehmen der Welt kommen aus Amerika – darunter Neuzugang SpaceX: Das Raumfahrtunternehmen von Unternehmer Elon Musk landet kurz nach seinem Börsengang auf Platz sechs mit einem Börsenwert von 2,25 Billionen Dollar.
Angeführt wird das Ranking vom Chiphersteller Nvidia, dessen Börsenwert zum Stichtag 30.6. bei rund 4,8 Billionen Dollar lag. Es folgen die Google-Mutter Alphabet (4,3 Billionen), Apple (4,2 Billionen) und Microsoft (2,8 Billionen). Neben den USA sind in den Top 10 lediglich Taiwan mit dem Chiphersteller TSMC und Saudi-Arabien mit dem Ölkonzern Saudi Aramco vertreten. Die Dominanz der Schwergewichte ist enorm: Siemens kommt als wertvollster deutscher Vertreter auf einen Börsenwert von 247 Milliarden Dollar.
Unter den Top 100 kommen allein 56 Unternehmen aus den USA. Es folgen China mit zwölf sowie Großbritannien und Japan (je fünf). „Wir erleben derzeit eine historische Verschiebung der Kräfteverhältnisse an den Weltbörsen“, sagt Henrik Ahlers, Vorsitzender der Geschäftsführung von EY. „Unternehmen, denen Anleger eine führende Rolle in der KI-Wertschöpfungskette zutrauen, werden mit enormen Bewertungsaufschlägen belohnt.“ Das gelte für Chipkonzerne, Plattformanbieter sowie Anbieter von Clouds und Rechenzentren.








