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Modediscounter: Takko-Verkaufsgespräche offenbar vorerst gescheitert – Finanzchef geht Beim Modediscounter Takko kehrt keine Ruhe ein: Die Verkaufsgespräche sollen pausieren, Finanzchef Stefan Macheleidt hat den Händler verlassen.
Stephan Knieps 02.07.2026 - 13:19 Uhr Takko betreibt rund 2000 Filialen in 17 Ländern. Foto: imago images/Future ImageVor kurzem hat der Münsterländer Modediscounter Takko wieder hoffnungsvolle Zahlen veröffentlicht: Im Geschäftsjahr 2025/2026 (Februar bis Januar) stieg der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn (Ebitda) um 5,4 Prozent auf 190 Millionen Euro. Die bereinigte operative Gewinnmarge erreichte starke 14,8 Prozent – womit Takko Wettbewerber wie Kik und Woolworth abhängt. Der Konzernumsatz sank zwar „vor dem Hintergrund der gedämpften Konsumentenstimmung in Europa“ auf 1,28 Milliarden Euro – dafür erreichte Takko im ersten Quartal 2026/2027 wieder ein Umsatzwachstum von drei Prozent sowie „das beste Ergebnis seiner Geschichte für einen Jahresauftakt“.Es sind Zahlen, die einem potenziellen Käufer gefallen dürften. Und genau das soll auch die Absicht der Takko-Inhaber sein. Wie Insider berichten, sollen die Besitzer von Takko – die drei Investmentgesellschaften Silver Point, Albacore und Napier Park – seit Monaten mit mehreren Interessenten über einen Verkauf verhandeln. Unter den möglichen Käufern sollen der Londoner Finanzinvestor Alteri und der südafrikanische Einzelhandelskonzern Pepkor gewesen sein.Doch die schönen Zahlen haben offenbar nicht überzeugt. Laut Insidern sollen die Verkaufsgespräche nun vorerst eingestellt worden sein. Ausgang: ungewiss. Albacore und Silver Point Capital wollten sich auf Anfrage nicht dazu äußern; Napier Park reagierte nicht. Eine Takko-Sprecherin antwortete: „Zu Marktgerüchten oder Spekulationen äußern wir uns nicht.“Stefan Macheleidt war erst 2024 als neuer Finanzchef zu Takko gekommen – nun ist er wieder weg. Foto: TakkoDie aktuellen Eigentümer sind selbst noch nicht besonders lange bei Takko aktiv: Im April 2023 einigte sich der damalige Takko-Eigentümer, der britische Investor Apax, mit den Anleihegläubigern auf einen sogenannten Debt-to-Equity-Swap: Dabei wird bisher gewährtes Fremdkapital in Eigenkapital umgewandelt. Seitdem sind die drei Investoren Takko-Eigentümer – allerdings offenbar ohne lange Perspektive. Wie ein Unternehmenskenner der WirtschaftsWoche berichtete, hätten die drei den Swap mit der klaren Vorgabe gemacht, „da bei Zeiten wieder rauszukommen“. Es würden demnach „sehr viele Leute unglücklich, wenn der Verkauf 2026 nicht funktioniert“.Überdies braucht Takko nun auch einen neuen Finanzchef: CFO Stefan Macheleidt hat Takko verlassen. Intern wird gemunkelt, die Trennung könnte womöglich eine Folge des Scheiterns der Verkaufsgespräche sein. Takko bestätigt die Trennung, teilt darüber hinaus aber mit, Macheleidt habe die Firma „aus persönlichen Gründen“ verlassen. Bis eine Nachfolge feststeht, werde Tobias Merz, Senior Director Finance bei Takko Fashion, ab sofort Macheleidts Aufgaben als Interims-CFO übernehmen. Macheleidt war erst 2024 vom Wettbewerber NKD zu Takko gekommen.Takko wurde 1982 in Telgte gegründet, anfangs unter dem Namen Modea. 1990 übernahm Tengelmann 80 Prozent der Anteile. Neun Jahre später verkaufte Tengelmann die Modekette an die Investoren Permira und DB-Investor, die das Unternehmen in Takko umbenannten. Heute betreibt Takko rund 2000 Filialen in 17 Ländern. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige Stellenmarkt Die besten Jobs auf Handelsblatt.com Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Remind.me Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s Anzeige Presseportal Lesen Sie die News führender Unternehmen! Anzeige Bellevue Ferienhaus Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen Anzeige Übersicht Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche Anzeige Finanzvergleich Die besten Produkte im Überblick









