Selbst die besten KI-Tools stoßen im Arbeitsalltag an ihre Grenzen und stiften bei fehlender Überwachung nicht selten Chaos. Joe Procopio, US-amerikanischer Unternehmer und Gastautor bei Inc., berichtet in einem Beitrag von CEOs, die die Nase vollhaben – und die neue Technologie deshalb teilweise sogar komplett verbieten.Anzeige

Die Begeisterung für KI nimmt ab

Die Einschätzungen darüber, was KI leisten kann, klaffen weit auseinander. Führungskräfte sind oft begeistert: Im Rahmen einer Section-Umfrage gaben 19 Prozent an, dank KI-Tools schon mehr als zwölf Stunden pro Woche einzusparen. Bei den Mitarbeiter:innen zeigt sich ein anderes Bild: 40 Prozent berichten von keinerlei Zeitersparnis, nur zwei Prozent kommen auf mindestens zwölf Stunden wöchentlich. Trotzdem drängen viele Tech-Konzerne ihre Teams dazu, KI für möglichst viele Aufgaben einzusetzen. Nvidia-Chef Jensen Huang soll gesagt haben, seine Mitarbeiter:innen seien „verrückt“, wenn sie das nicht täten. Meta hat den „KI-Impact” sogar in die Leistungsbewertung der Beschäftigten aufgenommen. Aber längst nicht alle Geschäftsführer:innen teilen diese Begeisterung.

Procopio berichtet, eine Nachricht von einem CEO erhalten zu haben, in der dieser ein vollständiges KI-Verbot für sein gesamtes Unternehmen ankündigte – ohne Ausnahmen und ohne zeitliche Begrenzung. Teilverbote habe der Unternehmer schon öfter beobachtet, etwa aus Sicherheitsgründen. Openclaw ist ein Beispiel dafür: So hatten mehrere Unternehmen ihren Mitarbeiter:innen untersagt, das Open-Source-Tool auf ihren Arbeitsrechnern zu installieren. „Aber ich hatte noch nie erlebt, dass ein Tech-Unternehmen einer bestimmten Größe und mit einem bestimmten Umsatz ein totales Verbot für Claude und [andere KI-Tools] verhängt hat”, so Procopio in seinem Gastbeitrag.Anzeige