PfadnavigationHomeRegionalesSachsenKunstschau zu Frauen als Ernährerinnen der GesellschaftStand: 14:58 Uhr«Serving Gender» ist die neue Ausstellung im Museum Gunzenhauser. (Archivbild)Quelle: Hendrik Schmidt/dpaAm Anfang stand der Legende nach Evas Apfel und der Mensch startet mit Muttermilch ins Leben: Frauen spielen eine zentrale Rolle in der Ernährung. Dem widmet sich eine Kunstausstellung in Chemnitz.Mit einer neuen Ausstellung spürt das Kunstmuseum Gunzenhauser in Chemnitz den Verbindungen zwischen Essen und Geschlechterrollen nach. «Serving Gender», so der Titel der Schau, sei «ein feministischer Blick über den Tellerrand», erklärt Kuratorin Pauline Tigges.Gezeigt werden den Angaben zufolge Kunstwerke vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart: Malerei, Fotografie, Druckgrafik, Textilkunst und Videoarbeiten. Dazu zählen Martha Roslers Videoarbeit «Semiotics of the Kitchen», das 1852 entstandene Ölgemälde «Die Traubenspenderin» von Adolf Friedrich Georg Wichmann und Sophia Süßmilchs 15-minütiger Videoloop «Mutterliebe».Zweiter Teil der Ausstellungstrilogie «Mahlzeit»Weltweit tragen Frauen seit Jahrhunderten die Hauptlast der Ernährungsarbeit, so die Ausstellungsmacher: «Sie kochen, sie versorgen, sie ernähren Kinder, Familien und Gemeinschaften.» Die Schau rücke Frauen als zentrale Ernährerinnen der Gesellschaft in den Mittelpunkt und untersuche, wie eng Essen mit geschlechtsspezifischen und gesellschaftlichen Machtstrukturen, kulturellen Normen und Rollenzuschreibungen verbunden sei. «Im Zentrum steht die Frage, wie Essen nicht nur biologische Bedürfnisse stillt, sondern gesellschaftliche Strukturen reproduziert.»Die Ausstellung soll am Freitagabend (3. Juli) eröffnet werden und ist bis zum 1. November zu sehen. Sie ist der zweite Teil der Trilogie «Mahlzeit», mit der sich das Museum dieses Jahr dem Thema Essen widmet. Im ersten Teil hatte es sich im Frühjahr in eine künstlerische «Feinkunsthalle» verwandelt.dpa-infocom GmbH