„The Big Short“ : Leerverkäufer Burry wettet gegen Tesla, Caterpillar und KI02.07.2026, 13:44Lesezeit: 2 Min.Michael Burry sieht Übertreibungen in Aktienkursen, die von der KI-Konjunktur profitieren. Mancher Index zeige ähnliche Bewegungen wie während der Dotcom-Blase.Michael Burry verursachte am Mittwoch mit neuen Wetten gegen mehrere Aktien mitunter starke Kursrutsche. In seinem Newsletter „Cassandra Unchained“ legte er am Dienstagabend nach Börsenschluss mehrere Leerverkaufspositionen zu Aktien und ETF offen, die zuletzt stark von der Nachfrage nach Halbleitern und Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI) profitiert hatten.Betroffen waren am Mittwoch unter anderem Aktien von Caterpillar, Nvidia und Applied Materials. Auch gegen den Halbleiter-ETF iShares Semiconductor (auch bekannt unter dem Kürzel Soxx) wettete Burry. Der Investor wurde bekannt durch seine Wetten gegen den amerikanischen Häusermarkt vor der Finanzkrise 2008, die unter anderem Thema des Buches „The Big Short“ und deren späterer Verfilmung waren.Der Aktienkurs des amerikanischen Baumaschinenherstellers Caterpillar war in den vergangenen zwölf Monaten um mehr als 150 Prozent von etwa 400 Dollar auf knapp mehr als 1000 Dollar gestiegen. Die große Nachfrage nach neu gebauten KI-Rechenzentren hatte Baumaschinenherstellern und Bauunternehmen Auftrieb gegeben. Auch der Kursanstieg von Aktien wie denen des deutschen Bauunternehmens Hochtief geht darauf zurück.„Überbewertung in Reinform“Burry ist nun der Meinung, dass sich diese Konjunktur ihrem Ende zuneigt oder sich zumindest abkühlt. Infolge der Veröffentlichung seines Beitrags fiel der Aktienkurs von Caterpillar am Mittwoch bis nach Börsenschluss in Amerika um mehr als sieben Prozent. Ein ähnliches Schicksal erlitten die Aktien des Halbleiterherstellers Applied Materials, die sogar um knapp zehn Prozent fielen. Aktien von Nvidia zeigten sich robuster und verloren nur gut zwei Prozent.Zum Halbleiter-ETF Soxx schrieb Burry: „Der Soxx ist eine Überbewertung in Reinform innerhalb eines Index, wie man sie selten und so klar erkennbar sieht.“ Auch der Kurs des ETF hatte sich in den vergangenen zwölf Monaten mehr als verdoppelt. Nach Burrys Ausführungen fiel der ETF um sechs Prozent im Kurs.Übertreibungen wie am Anfang des Jahrtausends?Als weiteren Indikator für eine Übertreibung nannte Burry den Philadelphia Semiconductor Index. Dieser bewege sich „historisch gesehen weit oberhalb seiner 200-Tage-Linie auf einem Niveau, das er seit dem Jahr 2000 nicht mehr erreicht hat“. Der Index war allein im zweiten Quartal 2026 um 88 Prozent gestiegen. Mit dem Jahr 2000 spielt Burry auch auf die Dotcom-Blase an, als die Euphorie der frühen Jahre des Internets zu einer Vielzahl von Börsengängen und Übertreibungen führte, die von wenig zugrundeliegenden Werten gedeckt waren. In gleichem Maße wird derzeit hinterfragt, wie solide die Geschäftsmodelle und die Monetarisierung der KI-Wirtschaft sind.Eine weitere von Burrys Leerverkaufspositionen, die er am Dienstag bekräftigte, ist der Elektrofahrzeughersteller Tesla. Das Unternehmen des Industriellen Elon Musk ist allerdings schon länger im Fadenkreuz von Burry. Im vergangenen Dezember nannte Burry Tesla-Aktien „lächerlich überbewertet“. Burrys abermalige Ausführungen dazu kratzten den Aktienkurs von Tesla am Mittwoch allerdings wenig. Bis nach Börsenschluss stiegen sie rund 1,9 Prozent im Kurs auf 428,19 Dollar.
Michael Burry wettet gegen Tesla, Caterpillar und KI
Michael Burry sieht Übertreibungen in Aktienkursen, die von der KI-Konjunktur profitieren. Mancher Index zeige ähnliche Bewegungen wie während der Dotcom-Blase.













