Die Hitzewelle der vergangenen Woche hat nicht nur Rettungsdienste stark belastet. Auch Bestatter sind vereinzelt an ihre Grenzen gestoßen: Im Raum Köln soll es am Wochenende vorübergehend zu Engpässen beim Abtransport von Leichen gekommen sein. Das berichtete der Gruppenleiter im nordrhein-westfälischen Gesundheitsministerium, Frank Stollmann, im zuständigen Ausschuss des Landtags.Zudem habe es in Leverkusen am Samstag nach Angaben der Bezirksregierung Köln einen akuten Engpass bei der Unterbringung von Verstorbenen gegeben. Auch die Stadt Köln habe vergleichbare Probleme gemeldet. Durch Vermittlung des Innenministeriums sei ein Kontakt zu den Notfallteams des Bundesverbandes der Bestatter hergestellt worden, so Stollmann. Dieser habe der Stadt Leverkusen mindestens 30 Plätze für Leichen anbieten können. Die Stadt Köln sei ebenfalls auf das Notfallteam hingewiesen worden. Dort habe aber die Uniklinik zwischenzeitlich Abhilfe schaffen können.

Übersterblichkeit wegen Hitze noch unklarLaut Bestattungsgesetz Nordrhein-Westfalen muss ein Leichnam spätestens nach Ablauf von 36 Stunden in eine Leichenhalle überführt werden. Bei extremer Hitze könne es aus Gründen des Gesundheitsschutzes auch notwendig sein, den Leichnam noch schneller zu überführen, sagte Stollmann.Nach dem bisherigen Kenntnisstand habe es sich eher um »solitäre Problemlagen« gehandelt und nicht unbedingt um ein flächendeckendes Phänomen. Das werde aber noch geprüft. Es gebe aber eine gute Netzwerkarbeit unter den Bestattern, die einander helfen.