Sangay Tenzin gehört zu den Menschen jener Generation, die Bhutan in Massen verlassen. Er ist 26, Highschool-Absolvent, karrierebewusst, und er spricht gut Englisch. Genau solche Leute klagen oft darüber, dass ihr kleines südasiatisches Land keine Perspektiven biete, und ziehen weg, meistens nach Australien. Aber Sangay Tenzin ist geblieben, mehr noch: Er hat keine Angst vor der Zukunft daheim, er sieht sie sogar ausgesprochen rosig. Denn er befindet sich im vierten und letzten Jahr seiner Ausbildung zum Kunstmaler am Nationalinstitut für Zorig Chusum, also für die 13 bhutanischen Kunsthandwerke, in der Hauptstadt Thimphu. Er sitzt im Klassenzimmer vor einer Leinwand und arbeitet mit feinem Pinsel an einer Ikone des buddhistischen Schutzgottes Mahakala.
Mit alten Künsten in die Zukunft
Im buddhistischen Himalaja-Staat Bhutan hat beste Karrierechancen, wer schreinern oder schneidern kann.








