PfadnavigationHomeSponsored AdvertisingThe Power List Vodafone | Brand StoryArtikeltyp:Brand StoryVodafone-CEO„Ohne unsere Netze gibt es keine KI“Stand: 10:16 UhrLesedauer: 5 MinutenVodafone-CEO Marcel de Groot warnt vor wachsender Konkurrenz aus den USA und AsienVodafone-CEO Marcel de Groot setzt sich dafür ein, dass „die vereinigten digitalen Staaten von Europa“ entstehen. Im Rahmen von THE POWER LIST – Germany‘s Top 50 erklärt er in diesem Interview, warum die Nationen und die Unternehmen Europas enger zusammenarbeiten müssen.Telekommunikation werde nach wie vor nicht als das wahrgenommen, was sie ist, sagt Marcel de Groot, CEO von Vodafone Deutschland: die Grundlage für Technologien wie künstliche Intelligenz, Cloud und am Ende auch „die Grundlage für eine Digitalwende“.Im Interview erläutert de Groot außerdem, woran es in Europa aus seiner Sicht bei der Telekommunikation hapert und weshalb es ein stärkeres gemeinsames Vorgehen braucht.Das Gespräch wurde in Berlin am Rande von THE POWER LIST – Germany‘s Top 50 geführt, bei der Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft ausgezeichnet werden.Frage: Herr de Groot, wir haben einiges zu besprechen. Telekommunikation ist ein großes Thema – ein wichtiges Thema und auch ein politisches. Und trotzdem sagen Sie, dass wir dieses Feld bis heute nicht wichtig genug nehmen. Warum ist das so?Marcel de Groot: Meiner Meinung nach ist Telekommunikation nicht nur eine Branche. Sie ist eigentlich eine Grundlage. Eine Grundlage für die Digitalwende, die wir brauchen. Und wir wissen alle: Wir brauchen diese Digitalwende auch für eine wirtschaftliche Transformation.Man versteht kaum, was in so einem Netz jeden Tag passiert. In unserem Netz zum Beispiel haben wir jede Sekunde tausend KI-Anfragen. Jeden Tag werden anderthalb Milliarden E-Mails verschickt.Ich sage es ganz klar: Ohne unsere Netze gibt es keine KI, keine Cloud, kein Hosting, keine Security-Maßnahmen – aber auch kein Netflix. Und auch die Steuerung der Industrie, bei der inzwischen rund 90 Prozent der Produktion über digitale Prozesse laufen, wäre nicht möglich.Das heißt: Telekommunikation ist eine Grundlage – und sie ist unfassbar wichtig für die wirtschaftliche Transformation, die wir in Deutschland brauchen.Frage: Ich habe auch ein paar Zahlen mitgebracht: fast 29 Millionen Mobilfunkkunden, 10 Millionen Breitbandkunden, 9 Millionen TV-Kunden, 13.000 Mitarbeitende, ein Jahresumsatz von rund 12 Milliarden Euro. Ich spreche natürlich von Vodafone – ein absolutes Schwergewicht.Und trotzdem gilt Telekommunikation in vielen Diskussionen eher als ein Wirtschaftsfaktor am Rande. Was muss passieren, damit sich das ändert?Marcel de Groot: Ich glaube, wir müssen stärker darauf schauen, was im Rest der Welt passiert. Wenn wir uns zum Beispiel die USA anschauen: Die wirtschaftliche Entwicklung dort wird stark von den „Magnificent Seven“ (sieben US‑Tech-Firmen, die rund 30 Prozent des S&P 500, des wichtigsten US‑Aktienindex mit 500 großen Konzernen, ausmachen; Anm. d. Red.) getrieben.Lesen Sie auchIn Europa brauchen wir deutlich mehr Geschwindigkeit und weniger Bürokratie. Ein Beispiel: In Deutschland dauern Genehmigungen für Mobilfunkprojekte oft länger als ein Jahr. In Portugal – wo wir auch aktiv sind – geht das in weniger als einem Monat.Ich glaube wir müssen, in Deutschland, aber auch in Europa besser verstehen, wie wichtig Telekommunikation am Ende des Tages ist, und auch unsere Haltung gegenüber neuen Technologien überdenken.Wenn etwas Neues kommt, wie etwa KI, reagieren wir oft erst mit Skepsis: Ist das gefährlich? Was bedeutet das für Privacy? Natürlich ist Datenschutz wichtig. Aber wir regulieren, prüfen, regulieren noch mal und währenddessen sind andere längst weiter.Geschwindigkeit ist heute ein entscheidender Erfolgsfaktor. Und wenn man sieht, welchen Beitrag die „Magnificent Seven“ zum Wachstum in den USA leisten, dann ist das unfassbar.Frage: Aber wie gelingt das Deutschland konkret? Diese Geschwindigkeit, diese Entbürokratisierung und das Heben der Chancen. Muss man Telekommunikation und Digitalisierung stärker zusammen denken?Marcel de Groot: Ja, absolut. Und das ist nicht nur eine Frage für Deutschland oder für die deutsche Politik, sondern für ganz Europa.Wenn wir uns die Strukturen anschauen: In den USA gibt es drei bis vier große Netze, in China drei und in Europa haben wir mehr als 50. Das zeigt, wie fragmentiert wir sind.Wir brauchen mehr Zusammenarbeit in Europa – bei Regulierung, aber auch beim Thema Souveränität. Diese Souveränität kann nur entstehen, wenn wir über nationale Grenzen hinausdenken. Europa ist der größte Binnenmarkt der Welt. Lasst uns da zusammenarbeiten.Und lasst uns die „Vereinigten digitalen Staaten von Europa“ gestalten. Nur dann kommen wir richtig voran.Lesen Sie auchFrage: Die „vereinigten digitalen Staaten von Europa“. Wie macht man diese Idee für CEOs aus Frankreich, Italien oder den Niederlanden schmackhaft? Wenn die fragen: Wofür brauchen wir das überhaupt?Marcel de Groot: Ich glaube, dass das jeder versteht, dass die aktuellen Strukturen kein Erfolgsrezept sind.Digitale Souveränität in Europa können wir nur aufbauen, wenn wir größer denken als in nationalen Grenzen. Und übrigens: Das betrifft nicht nur die EU, sondern auch Länder wie Großbritannien, die Schweiz oder Norwegen.Wir müssen gemeinsam vorangehen. Nur dann haben wir eine Chance im globalen Wettbewerb. Dafür brauchen wir mehr Mut und auch mehr Konsequenz in der Umsetzung.Lesen Sie auchFrage: Sie betonen oft, wie wichtig digitale Souveränität ist. Was tut Vodafone ganz konkret dafür?Marcel de Groot: Da machen wir sehr viel. Wir bauen Netze, zum Beispiel haben wir in Deutschland ein großes Gigabit-Netz aufgebaut, auf das inzwischen mehr als 13 Millionen Haushalte Zugriff haben.Auch im B2B-Bereich sind wir aktiv: Wir haben im letzten Jahr eine Cyber-Sicherheitszentrale für den deutschen Mittelstand und Kleinunternehmen gegründet. Das ist besonders wichtig, weil Cybersecurity für viele mittelständische Unternehmen ein großes, aber oft schwer greifbares Thema ist.Dort bieten wir konkrete Lösungen an, die wirklich funktionieren.Außerdem haben wir im vergangenen Jahr die Firma Skaylink übernommen. Dort arbeiten mehr als 500 Cloud-Spezialisten an Lösungen für Deutschland, aber auch für den gesamten europäischen Markt.