Die USA haben mit der Abschiebung von von Migranten in den kleinen Pazifik-Inselstaat Palau begonnen. Dies teilte am Mittwoch das Büro von Palaus Präsidenten Surangel Whipps mit. Der erste aus den USA abgeschobene Einwanderer sei bereits Ende Mai eingetroffen. »Wir brachten ihn zu seiner vorübergehenden Unterkunft und halfen ihm, ein Telefon anzuschließen und sich einzurichten.«
US-Präsident Donald Trump hat die Migrationspolitik seines Landes immens verschärft: Wenn Migranten nicht in ihr Heimatland abgeschoben werden können, weil ihnen laut US-Gerichten dort Folter oder Verfolgung drohen, sollen sie in Drittländer gebracht werden.Palau ist ein solches Drittland. Der kleine Pazifikstaat hatte im Dezember vergangenen Jahres ein millionenschweres Migrationsabkommen mit den USA geschlossen. Darin erklärte sich der Inselstaat zur Aufnahme von insgesamt 75 Menschen bereit. Im Gegenzug sagten die USA Investitionen in Höhe von 7,5 Millionen Dollar (6,6 Milliarden Euro) zu.
Die infrage kommenden Migranten seien nicht vorbestraft und sollten dazu beitragen, einen Engpass an Arbeitskräften in Palau zu beheben, hatte die Regierung des Landes im Dezember erklärt. Palau werde »von Fall zu Fall entscheiden, welche Personen im Rahmen der Vereinbarung nach Palau einreisen dürfen«.











