PfadnavigationHomePanoramaKriminalitätBerlinMann in Badehose randaliert und bedroht Kinder – 13 Polizisten nach Einsatz verletztStand: 00:52 UhrLesedauer: 2 MinutenEinsatzfahrzeuge der Polizei stehen in Berlin-Prenzlauer Berg auf der StraßeQuelle: Monika Wendel/dpaEin Mann in Badehose, geballte Fäuste, und ein Streifenwagen als Bühne: In Berlin löst ein 38-Jähriger einen Großeinsatz auf einer Kreuzung aus – am Ende werden 13 Beamte verletzt und zwei Polizeiautos beschädigt.In Berlin sind 13 Polizisten im Stadtteil Prenzlauer Berg bei einem Einsatz verletzt worden. Ein Mann soll am Montagnachmittag Kinder an der Kreuzung Malmöer Straße, Czarnikauer Straße mit Fäusten bedroht haben, wie die Polizei mitteilte. Als die Beamten vor Ort eintrafen, soll ein 38-Jähriger in Badehose mit geballten Fäusten auf eine Polizistin zugelaufen sein und mit seinem Kopf gegen die Heckscheibe eines Funkwagens geschlagen haben.Anschließend schlug der Verdächtige den Angaben zufolge einem Polizeibeamten mit der Faust ins Gesicht und verletzte ihn an der Nase. Der Mann lief zu einer weiteren Kreuzung, wo er auf das Dach eines weiteren Polizeiwagens sprang. Die Polizei setzte Pfefferspray und einen Schlagstock ein, doch der Mann kam nicht vom Dach runter. Erst als die Beamten mit einem Taser drohten, konnte er festgenommen werden.Videos des Einsatzes verbreiten sich in den sozialen Medien. Zu sehen ist unter anderem, wie der Mann in roter Badehose auf der Kreuzung auf ein Polizeiauto klettert, während ihn drei Polizisten vergeblich versuchen, davon abzuhalten. Lesen Sie auchIn einer anderen Szene liefern sich ein Beamter und eine Beamtin eine Verfolgungsjagd mit dem Angreifer quer über die Straße. In einer anderen Einstellung ist zu sehen, wie der Mann auf einem Polizeiauto herumturnt, während eine Straßenbahn vorbeifährt. Die großzügige Anwendung von Pfefferspray scheint ihm dabei nichts auszumachen. Auch die Schläge eines Beamten mit blutender Nase mit einem Schlagstock gegen die Beine des Badehosen-Mannes bleiben wirkungslos.Lesen Sie auch„Trotz des anschließenden Einsatzes von Reizstoff und einem Schlagstock gegen die Beine weigerte sich der aggressive Mann, von dem Fahrzeug herunterzukommen“, teilte die Polizei mit. „Erst durch die Androhung des Einsatzes eines Distanzelektroimpulsgeräts (DEIG) verließ er wieder das Dach und konnte daraufhin festgenommen werden.“Zwölf Einsatzkräfte klagten nach dem Einsatz über eine Reizung der Atemwege und Augen und wurden ambulant behandelt. Eine Polizistin sowie der Polizist mit der Verletzung an der Nase traten vom Dienst ab. Zwei Polizeiwagen wurden zudem beschädigt. Der Tatverdächtige wurde in eine psychiatrische Abteilung eines Krankenhauses gebracht.dpa/saha