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Als das Frauenteam von Hertha BSC am 10. Mai 2026 erstmals zu einem Pflichtspiel der Regionalliga Nordost gegen den 1. FFV Erfurt vom regulären Spielort in das nahe gelegene Olympiastadion umzog, war die Begeisterung in weiten Teilen der hiesigen Fanlandschaft groß. „Wunderbar“, „endlich“, „überfällig“ , hieß es. Und tatsächlich: Für viele der Spielerinnen wird dieser Tag zweifellos einen Höhepunkt ihrer bisherigen Laufbahn dargestellt haben. Gesellschaftliche Entwicklungen erschöpfen sich allerdings selten in individuellen Erfolgsgeschichten, weswegen sich im Nachgang dieses Spiels andere Fragen stellten.
Warum wird der Frauenfußball, der im öffentlichen Bewusstsein noch vor wenigen Jahren nur eine untergeordnete Rolle spielte, ausgerechnet jetzt mit solcher Intensität gefördert und vermarktet? Welche Interessen stehen dahinter, wenn Vereine nicht unerhebliche Budgets in den Frauenfußball investieren, mit kostenlosen Tickets Zuschauer zu Spielen ihrer Frauenteams in ihre großen Stadien locken? Schließlich: Welche gesellschaftliche Funktion erfüllt diese Entwicklung?









