Kaufbeuren wird einer von drei deutschen Standorten für das in Israel beschaffte Abwehrsystem Arrow 3 zur Abwehr ballistischer Raketen. Dies kündigte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bei einem Besuch im Technischen Ausbildungszentrum der Luftwaffe in Kaufbeuren an. »Das Arrow-System gibt uns jetzt Sicherheit. Es schließt eine zentrale Fähigkeitslücke bei der Abwehr. Es geht um ein hochmodernes Raketenabwehrsystem. Dieser Standort ist einer von drei, die das gesamte deutsche System stützen und stärken«, sagte er.
Das Arrow-Verteidigungssystem soll feindliche Raketen in einer Höhe bis über 100 Kilometern zerstören können. Damit würde die Bundeswehr eine Fähigkeitslücke schließen. Arrow 3 wurde gemeinsam von Israel und den USA entwickelt und ist in Israel seit 2024 im Einsatz.»Mit der Verortung des Radarsensors Süd des Waffensystems Arrow im Großraum Kaufbeuren haben wir gemeinsam eine Entscheidung von strategischer Bedeutung getroffen«, sagte Generalleutnant Holger Neumann. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine habe vor Augen geführt, dass militärische Bedrohungen wieder Realität geworden seien. »Der Krieg ist zurück in Europa. Gleichzeitig beobachten wir weltweit eine zunehmende Verbreitung und Weiterentwicklung ballistischer Raketen. Deutschland muss auf diese Entwicklung reagieren und das haben wir.« Das neue System ermögliche eine frühzeitige Warnung, zudem handele es sich um ein rein defensives System.







