Der Oberste Gerichtshof von Alaska hat einem Mann, der unter demselben Namen und mit derselben Parteizugehörigkeit wie der Amtsinhaber zur Vorwahl im US-Senat antreten will, die Kandidatur wieder erlaubt. Das Gericht hob damit am Montag eine Entscheidung der Wahlbehörde auf, wonach der Herausforderer von Dan Sullivan nicht auf den Stimmzetteln stehen durfte. Richter Thomas Matthews hatte zuvor klargestellt, dass der Ausschluss des Mannes nicht auf geltenden Wahlregeln oder verfassungsrechtlichen Vorgaben beruhe.Hintergrund des Falles sind Manipulationsvorwürfe durch Senator Daniel Scott Sullivan, genannt Dan Sullivan. Senator Sullivan hatte diese erhoben, nachdem er von der beabsichtigten Kandidatur eines Mannes namens Daniel James Sullivan Jr. erfahren hatte. Dieser wollte auf dem Stimmzettel als »Dan J. Sullivan, Republikaner« erscheinen. Dadurch wäre er allein durch den Buchstaben »J« vom Amtsinhaber zu unterscheiden gewesen.»Er versucht ganz bewusst, meine Wähler zu täuschen«, hatte Senator Sullivan seine Manipulationsvorwürfe begründet. Nach Ansicht von Kritikern der Kandidatur ging es darum, die Wahl zugunsten der Demokratin Mary Peltola zu beeinflussen. Wähler könnten irrtümlich für den anderen Dan Sullivan stimmen – und den Amtsinhaber wertvolle Stimmen kosten. Mehr über den Fall können Sie hier lesen.Sowohl Herausforderer Sullivan als auch Peltolas Wahlkampfteam wiesen diese Anschuldigung zurück, dennoch schloss die Wahlbehörde Daniel James Sullivan Jr. aus. Seine Bewerbung verfolge allein das Ziel, Verwirrung zu stiften »und dadurch die Fairness oder Neutralität der Wahl zu beeinträchtigen«, hieß es in einem von der Leiterin der Wahlbehörde, Carol Beecher, veröffentlichten Schreiben.
Bizarrer Wahlkampf in Alaska: Dan Sullivan darf Dan Sullivan jetzt doch herausfordern (aber vielleicht nicht als Dan Sullivan)
Bei den Midterm-Vorwahlen in Alaska wollte ein Mann antreten, der wie der aktuelle Senator heißt. Die Wahlbehörde schloss den zweiten Dan Sullivan aus. Zu Unrecht, urteilte nun ein Gericht – trotzdem bleiben Fragen offen.













