Es sind riesige Rampen, die der Geschäftsmann Robert Kraft in sein Stadion weit vor den Toren der Innenstadt von Boston hat bauen lassen. Die Zuschauer bekommen im 20.000-Einwohner-Städtchen Foxborough beim Aufgang ein gutes Gespür für den ambitionierten Anspruch dieses riesigen Geländes der New England Patriots. Es ist streng untersagt, die Bilder mit der Quarterback-Ikone Tom Brady in den Innenbereichen nur zu fotografieren, wenn die Fußball-Weltmeisterschaft läuft. Aber wie wäre es denn, auch mal die tragischen Figuren aus Deutschland zu verewigen, die sich am 29. Juni 2026 am liebsten im amerikanischen Erdboden verkrochen hätten? Das Sportlerleben besteht nicht nur aus Siegern.

Ein Verlierer hieß Jonathan Tah. Erst fand sein Kopfballtor keine Anerkennung, dann bolzte der Abwehrspieler vom FC Bayern den Ball, als sich eigentlich doch alles für die deutsche Mannschaft hätte wenden können, so vehement über den Balken, als ob sich da einer mit 30 Jahren als Kicker im American Football bewerben wolle. Eine Führungskraft konterkarierte mit seinem Fehlschuss eine deutsche Königsdisziplin bei einem solchen Turnier endgültig. Wer gedacht hätte, der vierfache Weltmeister würde im Sechzehntelfinale wenigstens vom Punkt seine historische Stärke ausspielen, wurde eines Besseren belehrt.