Erst ab morgen fällt wieder eine höhere Steuer auf Benzin und Diesel an. Doch schon heute sieht der ADAC einen deutlichen Preissprung an den Zapfsäulen. An manchen Tankstellen bilden sich derweil lange Schlangen.

30.06.2026, 16.31 Uhr

Andrang vor einer Tankstelle in München am Dienstag: Schon vor Ende des Tankrabatts steigen die Preise

Noch gilt der Tankrabatt, doch an den Zapfsäulen wird es schon teurer. Zur Mittagszeit – nur dann dürfen die Preise steigen – ging es bei Diesel im bundesweiten Durchschnitt um 24 Cent pro Liter nach oben, bei E10 um 20,3 Cent, wie der ADAC mitteilt. Das ist nur knapp weniger als die bisherigen Rekordsprünge. Nach dem Mittagssprung, um 12.15 Uhr, war E10 um 3,3 Cent teurer als zur selben Zeit am Montag, Diesel um 3,5 Cent.

Dabei haben die Preise bereits in den vergangenen Tagen angezogen: Im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Montags kostete Super E10 pro Liter 1,861 Euro, 1,6 Cent mehr als am Sonntag. Diesel zog sogar um 1,9 Cent auf 1,784 Euro pro Liter an. Für beide Kraftstoffe war es der sechste Anstieg in Folge. Dabei hat der Rohölpreis im selben Zeitraum ein gutes Stück nachgegeben.»Der aktuelle Anstieg der Kraftstoffpreise ist aus Sicht des ADAC nicht gerechtfertigt«, kritisiert der Verkehrsclub. »Der Rohölpreis steigt aktuell nicht. Daher bestätigt sich die Vermutung des ADAC, dass die Mineralölkonzerne bereits vor dem Ende des Tankrabatts die bevorstehende Steuererhöhung einpreisen.«