PfadnavigationHomePanoramaUnnötige BehandlungenFrau erschleicht sich von Krankenkassen fast 300 Millionen US-DollarStand: 12:17 UhrLesedauer: 2 MinutenDen Patienten sollen teure und medizinisch nicht notwendige Wundtransplantate eingesetzt worden sein (Symbolbild)Quelle: Bernd Weißbrod/dpaIn ihren Wundkliniken soll eine Frau unnötige Behandlungen abgerechnet und selbst Millionen kassiert haben. Bei der Durchsuchung fanden die Behörden acht Luxusautos, Bargeld und edlen Schmuck.Eine medizinische Leiterin im US-Bundesstaat Nevada soll sich von Krankenkassen fast 300 Millionen US-Dollar (umgerechnet etwa 263 Millionen Euro) erschlichen haben. Die 49-Jährige soll sich über Jahre ein Betrugssystem aufgebaut haben, wie „Yahoo“ und das „Wall Street Journal“ berichten. Dabei soll sie der Krankenversicherung Medicare und dem Militärversicherungsprogramm Tricare medizinisch nicht notwendige Behandlungen mit Wundtransplantaten aus menschlichem Spendergewebe in Rechnung gestellt haben. 906 Millionen US-Dollar soll sie insgesamt von den Kassen eingefordert haben, von denen 297 Millionen US-Dollar ausbezahlt wurden. Patientenakten für Behandlungen gefälschtLaut Anklage betrieb die Frau vier Wundkliniken in verschiedenen US-Bundesstaaten. Dort sollen gezielt ältere Versicherte behandelt worden sein. Den Ermittlungen zufolge wurden den Patienten teure und medizinisch nicht erforderliche Wundtransplantate eingesetzt – etwa bei infizierten oder bereits verheilten Wunden sowie bei Verletzungen, die auf die Behandlung nicht ansprachen. Um die Abrechnungen zu ermöglichen, soll sie Krankenunterlagen gefälscht und Behandlungen als medizinisch erforderlich dargestellt haben. Zudem werfen ihr die Behörden vor, Patienten gegen Schmiergeld vermittelt bekommen und beim Einkauf der Transplantate selbst illegale Zahlungen verlangt zu haben.Lesen Sie auchBei den Durchsuchungen stellten die Behörden Vermögenswerte in Höhe von rund 35,2 Millionen US-Dollar sicher. Dazu gehörten 467.000 US-Dollar Bargeld, ein Ferrari 296 GTS im Wert von rund 594.000 US-Dollar, sieben weitere Fahrzeuge sowie hochwertiger Schmuck, darunter eine Bulgari-Halskette für 865.000 US-Dollar. Der Fall war Teil einer großangelegten Ermittlung wegen Betrugs in der Gesundheitsbranche. Insgesamt wurden 455 Menschen angeklagt. Gemeinsam sollen sie Forderungen in Höhe von mehr als 6,5 Milliarden US-Dollar bei Krankenversicherungen gestellt haben.shem
Unnötige Behandlungen: Frau erschleicht sich von Krankenkassen fast 300 Millionen US-Dollar - WELT
In ihren Wundkliniken soll eine Frau unnötige Behandlungen abgerechnet und selbst Millionen kassiert haben. Bei der Durchsuchung fanden die Behörden acht Luxusautos, Bargeld und edlen Schmuck.








