Ausbau des Berliner S-Bahn-Netzes: Zweieinhalb Jahre Sperrung im Nord-Süd-Tunnel

Wegen der Arbeiten an einem neuen Tunnel sollen zwischen Potsdamer Platz und Brandenburger Tor lange keine S-Bahnen fahren.

Licht am Ende des Tunnels ist beim S-Bahn-Bau erstmal nicht zu sehen: In Mitte soll es zweineinhalb Jahre Sperrung geben

Wer mit den S-Bahn-Linien 1, 2, 25 oder 26 unterwegs ist, muss sich auf eine lange Unterbrechung einstellen: Nach einer Mitteilung des Bundesverkehrsministeriums sollen im sogenannten Nord-Süd-Tunnel „ca. 2,5 Jahre“ keine S-Bahnen zwischen Potsdamer Platz und Brandenburger Tor fahren. Das berichtet der Tagesspiegel mit Verweis auf die Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion. Wann es dazu kommt, steht noch nicht fest.

Grund dafür ist der Bau eines zweiten Nord-Süd-Tunnels. Dessen erster Abschnitt ging bereits Mitte Juni in Betrieb: Vom S-Bahnhof Wedding auf der Ringbahn ist der Hauptbahnhof seither in nur drei Minuten Fahrzeit zu erreichen. Der zweite Bauabschnitt soll vom Hauptbahnhof zum Potsdamer Platz führen. Er hatte mehrfach für Diskussionen gesorgt, weil der Tunnel in der Nähe der Gedenkstätte für im Nationalsozialismus ermordete Sinti und Roma verlaufen soll.