Ein neues Ladekabel ist im Internet schnell bestellt. Besonders, wenn es so günstig angeboten wird wie auf vielen Plattformen. Manchmal ist es schon für etwa drei Euro zu haben. Doch die schlechte Nachricht für viele Onlineshopper ist: Vom ersten Juli an kommen diese drei Euro auf den Verkaufspreis noch mal obendrauf – sofern die Ware aus dem außereuropäischen Ausland stammt. Die Europäische Union hat nämlich unlängst beschlossen: Für Waren aus dem Nicht-EU-Ausland, die weniger als 150 Euro wert sind, fällt vom kommenden Mittwoch an pauschal ein Zoll von drei Euro an. Davon sind alle betroffen, die vermeintlich günstig und für kleines Geld im Internet einkaufen.Hintergrund der Sache ist: Die EU stört sich an der Menge an Billigimporten, insbesondere aus China. Etwa 5,8 Milliarden Kleinsendungen wurden 2025 in die EU eingeführt, schätzungsweise stammten etwa 90 Prozent davon aus China. Bislang waren Produkte unterhalb der Grenze von 150 Euro von Zöllen befreit. Bei der Einfuhr in die EU fiel allein Mehrwertsteuer an.Wann es richtig ärgerlich wirdEine Verdopplung des Preises wie bei dem Ladekabel-Beispiel ist bitter für die Kunden. Richtig ärgerlich wird es dann, wenn die Website des jeweiligen Internetshops diese Kosten nicht nennt und sie den Kunden unvorbereitet treffen. Führt ein Internetshop lediglich den Preis seines Produkts auf, nicht aber die tatsächlich entstehenden Kosten für den Kunden, muss dieser sie bei Erhalt der Ware bezahlen. Das betrifft nicht nur die drei Euro Pauschalgebühr, auch die Einfuhrumsatzsteuer, die in Höhe der regulären Mehrwertsteuer von üblicherweise 19 Prozent liegt, kann obendrauf kommen.
EU: Jetzt werden die Pakete teurer
In der EU ändern sich zum ersten Juli die Zoll-Regeln. Wer Waren aus China oder den USA bestellt, muss künftig mehr zahlen. Das ist erst der Anfang.











