Nach einer Nacht mit regional teils schweren Gewittern erwartet den Freistaat heute erneut ein warmer Sommertag mit einem im Tagesverlauf mancherorts hohen Gewitterrisiko. Der Tag startet weitgehend freundlich bei lockerer Quellbewölkung. Doch schon mittags erhöht sich nach Angaben des Deutschen Wetterdiensts in den Alpen und später vor allem im Süden und Osten des Landes bis hin zum Bayerwald und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch im Umfeld der Alb das Risiko für regionale Gewitter oder Unwetter mit Starkregen, Hagel und Sturm.Die Temperaturen steigen – verglichen zur Hitzewelle der vergangenen Tage – nicht mehr so stark an: Es bleibt in Südbayern mit Temperaturen um 28 Grad aber weiter sehr warm. Auf der Zugspitze geht das Thermometer ebenfalls auf bis zu zwölf Grad hoch. Der Norden des Freistaates kommt bei Temperaturen bis zu 31 Grad im Nordwesten sogar erneut noch etwas mehr ins Schwitzen, in den Kammlagen sind bis 24, auf dem Großen Arber bis 20 Grad zu erwarten. Zum Abend hin steigt aber auch hier das Gewitterrisiko, oft bleibt es aber den ganzen Tag über trocken.SZ Bayern auf Whatsapp:Nachrichten aus der Bayern-Redaktion – jetzt auf Whatsapp abonnierenVon Aschaffenburg bis Berchtesgaden: Das Bayern-Team der SZ ist im gesamten Freistaat für Sie unterwegs. Hier entlang, wenn Sie Geschichten, News und Hintergründe direkt aufs Handy bekommen möchten.Auch in der Nacht zum Mittwoch kann es von Südwesten her gebietsweise schwere, örtliche Gewitter mit heftigem Starkregen geben. Die Temperaturen gehen deutlich zurück und liegen nur noch bei etwa 18 Grad.Nach der Rekordhitze der vergangenen Tage zeigte sich die Wetterlage in Bayern bereits am Montagabend vielerorts sehr wechselhaft. Kurzzeitig gab es vom Deutschen Wetterdienst für Südbayern gar eine Warnung vor „extremen“ Unwettern – diese wurde aber wieder aufgehoben.Gleichwohl krachte, blitzte und donnerte es am Alpenrand und insbesondere im Raum Rosenheim und Salzburg bis nach Niederbayern teils heftig. So mancher, der auf kühlendes Nass gehofft hatte, wurde aber auch enttäuscht: So schnell so manche dunkle Wolke gekommen war, so schnell war sie dann auch wieder verschwunden.Einsatzkräfte der Feuerwehr räumen bei Nürnberg einen umgestürzten Baum von der Straße. Foto: Lars Haubner/NEWS5/dpaTeils heftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen sind dagegen über den Süden und den Osten Bayerns hinweggezogen. In München setzte das Unwetter am Montag gegen 20 Uhr ein – mit Blitz, Donner, Starkregen und Hagel. Innerhalb weniger Minuten verwandelten sich Straßen und Wege zu Bächen. Die bis dato noch immer hochsommerlichen Temperaturen von 26 Grad und mehr stürzten um mehrere Grade nach unten.Auf den Regenradaren tauchten zeitgleich auch an vielen anderen Orten in Bayern teils dunkelrot gefärbte Gewitterzellen auf – insbesondere im Raum Rosenheim, Passau sowie Regensburg. Die Gewitter zogen von Österreich kommend nach Norden und Nordosten über den Freistaat hinweg.Neuer Hitzerekord in Bayern:40,8 Grad in KitzingenKitzingen gilt als Deutschlands Hitzestadt. Was bedeutet das für die Menschen, für die Pflege, für die Natur? Ein Besuch in der Stadt, in der selbst das Weinfest einen Hitzeschutz braucht.Im Norden des Freistaates sah die Lage dagegen zunächst noch deutlich ruhiger aus. Nur ganz punktuell sollte es Gewitter und Regen geben, etwa in den Landkreisen Cham und Schwandorf in der Oberpfalz sowie an der Landesgrenze zwischen Baden-Württemberg und Bayern.In der Nacht berichtete das Schwandorfer Landratsamt dann von zahlreichen Einsätzen rund um Schwandorf. Mehr als 400 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Rettungsdiensten waren demnach im Einsatz, unter anderem wegen vollgelaufener Keller und überfluteter Unterführungen.Auch im Landkreis München rückte die Feuerwehr wegen des Unwetters zu rund 150 Einsätzen aus. Bei den Einsätzen handelte es sich nach Angaben eines Sprechers auch hier vor allem um vollgelaufene Keller sowie um umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste. Verletzte oder größere Verkehrsunfälle wurden demnach nicht gemeldet.Der Montag war der bisher blitzreichste Tag in diesem Jahr in Bayern. Auch in Marktoberdorf im Voralpenland krachte es. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpaDer Montag war der bisher blitzreichste Tag in diesem Jahr in Bayern. Der Blitz-Informationsdienst Aldis/Blids zählte 2577 Einschläge im Freistaat. Das waren rund 600 mehr als am bisherigen Spitzenreitertag, dem 31. Mai. Betroffen waren vor allem der Süden und Osten. Blitzzahlen können sich je nach Methode unterscheiden. Aldis/Blids zählt nur Wolke-Erde-Blitze und dabei sogenannte Flashes – wenn der Blitz flackert, wird dies dabei nur als ein Blitz gezählt.Am Flughafen München zog das Gewitter seitlich vorbei, wie ein Sprecher der dpa sagte. Deshalb sei kein Abfertigungsstopp nötig gewesen. Es habe dennoch Verspätungen und Ausfälle gegeben, weil die Deutsche Flugsicherung wegen der Unwetter in vielen Regionen das Programm heruntergefahren habe, zudem hätten Airlines auch Flüge gestrichen.