PfadnavigationHomeSportFußballWMNationalmannschaftSo erklärt Nagelsmann seinen Sinneswandel bei Deniz UndavStand: 22:20 UhrLesedauer: 2 MinutenIm Spiel gegen Paraguay steht Deniz Undav zum ersten Mal bei dieser WM in der Startelf. „Weiß ich natürlich schon seit ein paar Tagen“, sagt Rudi Völler über die Entscheidung des Bundestrainers.Julian Nagelsmann verändert gegen Paraguay seine Aufstellung. Deutschland läuft mit Undav statt Musiala in der Offensive auf. Eine Entscheidung, die schon vor Tagen gefallen sei, wie Rudi Völler erklärt. Auch der Bundestrainer bezieht Stellung.Rudi Völler konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. „Die Nation wollte es ja schon relativ lange“, sagte der Sportdirektor des DFB vor dem ersten K.-o.-Spiel dieser WM im Interview bei Magenta TV. Thema war die einzige Überraschung in der deutschen Aufstellung für das Sechzehntelfinale gegen Paraguay: Deniz Undav für Jamal Musiala. Völler selbst sei bereits seit einigen Tagen informiert gewesen.Kurz darauf stand auch Julian Nagelsmann vor der TV-Kamera und erklärte Moderator Johannes B. Kerner und der für Thomas Müller eingewechselten Expertin Tabea Kemme seine Entscheidung: „Wir haben an sich in Ballbesitz schon genügend Torchancen herausgespielt – nicht im letzten Spiel, aber in den Spielen davor. Wir haben aber ein bisschen zu wenig Präsenz teilweise vorne gehabt, wenn der Gegner sehr kompakt verteidigt. Wir wurden oft genötigt, die Bälle eher vor das Mittelfeld vom Gegner zu spielen, und da hatten wir dann zu viele Ballverluste, und dann sind zu schnell die Spieler aus unserem Spiel“, leitete der Bundestrainer seine Erklärung ein.Lesen Sie auchEs gebe aber auch noch zwei weitere Gründe: „Mit der zweiten Spitze vorne haben wir ein bisschen mehr Präsenz, können die Bälle da reinspielen und, ja, Deniz hat es auch verdient.“Kimmich für Nagelsmann kein ThemaEin Wechsel, der auch einer taktischen Modifikation hin zu einem 4-4-2 statt 4-5-1 entspringt: „Dennis steht in der Tendenz natürlich schon ein bisschen höher als Jamal in den Spielen zuvor. Er ist ein wenig ein anderer Spielertyp. Auch als Kai (Havertz, d.Red.), der immer wieder hin und her schwimmt und sich zwischen den Linien bewegt. Der soll heute aber auch ein bisschen weiter vorne spielen.“Ganz allgemein wolle man höher verteidigen als gegen Ecuador, verriet Nagelsmann, der aber auch auf die Rahmenbedingungen hinwies: „Heute ist es superwarm, sehr große Hitze. Aber die Jungs sind fit. Wir haben in Winston-Salem ähnliche Trainingsbedingungen wie hier. Wir sind auf jeden Fall in der Lage, hoch zu verteidigen und wollen schon auch Druck machen.“Lesen Sie auchDie zweite in Deutschland heiß diskutierte Personalie sei für ihn und sein Team hingegen kein Thema gewesen: „Für dieses Spiel jetzt nicht“, sagt er über Joshua Kimmich, der auf der Position des rechten Außenverteidigers bleibe und nicht – wie von vielen gefordert – ins Zentrum rückt: „Er wird es da gut machen.“ Nagelsmann hält am bisher unauffälligen Aleksandar Pavlovic fest: „Wir müssen Pavlo Vertrauen schenken. Er hat ein riesengroßes Potenzial.“